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Schweizer in Los Angeles (3/5) | Abenteuer USA | Doku | SRF DOK

* Hupen * * Fliessender Indie-Rock-Song * # Don’t look at me like this, hun, don’t be upset # What a wonderful day # Don’t be mad at me because I feel alright # I can’t be happy if you’re not alright # Don’t worry cause I really feel alright # I go to the USA * Einsame Westerngitarre * Die sich drehenden Rotorblätter der Windturbinen scheinen Randy vorwärtszutreiben, auf der Strasse nach Desert Hot Springs, mehr als 2 Std von Los Angeles entfernt Eine Wellnessoase, bescheidene Cousine von Palm Springs, dem Heim der Stars Dieser Ort heisst Desert Hot Springs und ist sehr bekannt für seine Thermalquellen Früher war das der Lieblingskurort von Al Capone * Einsame Westerngitarre * Als ich die Schweiz verliess, bin ich ohne Retourticket losgezogen und wusste nicht, wie lange ich in Los Angeles bleiben würde Aber ich dachte, dass ich bei meiner Pensionierung in die Schweiz zurückkehren würde Als ich diesen Ort entdeckte, wo viele Rentner leben, merkte ich, dass das hier auch eine Möglichkeit ist Da ich ja jetzt mein Haus habe, könnte ich mir vorstellen, hier zu bleiben Ich komme nicht nur am Wochenende her, sondern wann immer ich kann Wie ein moderner Franz von Assisi kümmert sich der Riese mit dem grossen Herzen um die Vögel Das ist der heilige Franziskus, der Beschützer aller Tiere Ich habe ihn hier im Garten platziert, so kann er die Tiere draussen, aber auch meine Katzen beschützen, wenn ich nicht da bin Das ist meine American-Football-Souvenirsammlung Mein erster Helm von meiner ersten Mannschaft, den Lugano Seagulls Hier ein Bild der ersten Schweizer Meisterschaft. Das bin ich Das ist der Siegerring, den wir 1994 gewonnen haben Und vor drei Jahren wurde ich in die Hall of Fame aufgenommen, in den Kreis der berühmtesten Spieler Das ist die grösste Ehre, die mir während meiner gesamten sportlichen Laufbahn zuteil wurde Das ist die einzige Erinnerung an meine Mutter Ihr Ehering und die Kette, die sie zu ihrer Hochzeit trug Meine Eltern sind beide 2011 gestorben Meine Mutter hatte einen Hirntumor Jedes Mal, wenn wieder etwas passierte, kam ich in die Schweiz zurück Mein Vater starb an Weihnachten im selben Jahr Er war Raucher und hatte schon immer viele gesundheitliche Probleme Und als meine Mutter starb, wollte er nicht allein weiterleben Also ist er auch von uns gegangen Der Tod meiner Eltern war die schwierigste Zeit meines Lebens * Kindergeschrei *

Im Herzen Hollywoods, nur einen Katzensprung vom Sunset Boulevard entfernt, befindet sich die Show Gallery, die normalerweise v.a. Fotografie ausstellt Francesca trifft ihre Künstlerfreundinnen, mit denen sie eine Gruppenausstellung mit einem vielsagenden Titel präsentieren wird Les Amoureuses, das sind wir vier Liebenden: Olivia Fougeirol, Francesca Gabbiani, Marie Peter-Toltz und ich, Josephine Wister Faure Wir machen in der Show Gallery eine Ausstellung Margot hat uns eingeladen, ein Gruppenprojekt zum Thema Liebe zu machen, und wir haben ihm den Namen Les Amoureuses gegeben * Fliessende, elektronische Musik * Wenn wir noch mehr Schaden anrichten wollen, schütten wir Farbe über den Cadavre exquis, unser gefaltetes Gruppenbild Habt ihr euch alle für eine Arbeit für die Ausstellung entschieden? Also ich nehme eine Büste von Mathieu, meinem Mann Da ich ja zwei Ideen hatte, möchte ich eine Performance machen Ich möchte Hostien mit Bildern bedrucken Und danach esse ich die Bilder meiner Liebsten Ich werde das Gegenteil von Liebenden darstellen Was ich mache, hat gewisse Parallelen mit Pasolinis Film “Die 120 Tage von Sodom”, der ja Themen wie Folter oder die schrecklichen Dinge behandelt, die Menschen widerfahren können, wenn sie beim Sex miteinander oder etwas Verbotenem erwischt werden Was mich bei Gruppenausstellungen interessiert, sind die Dinge, die wir im Rahmenprogramm veranstalten Wir kreieren ein kleines Fanmagazin, mit verschiedenen Cadavres exquis Wir werden Partys und Performances veranstalten All die Dinge, die wir rund um die Ausstellung organisieren, sind spannend, weil wir komplett freie Hand haben Boby Lapointe hat viel mit Liebe zu tun “Verstehe es, wer will, das ist alles für Schwule.” “Er weiss, worauf ich stehe, nämlich auf einen Schwanz.” Das macht Lust, Schüttelreime zu schreiben wie Boby Lapointe Und das habe ich auch genommen Wir können uns davon inspirieren lassen Das sind alles Flyer im Stil der Punkbands aus L.A Wir verfolgen kein kommerzielles Ziel, deshalb müssen wir uns nicht wirklich darum kümmern, Anklang zu finden Wir können einfach das tun, was uns interessiert * Einsame Westerngitarre * Und die Frauen? Die Frauen machen mich wahnsinnig Sie machen mich total verrückt Aber ich habe nie geheiratet, ich war immer unabhängig Ich brauche keine, die mir vorschreibt, wie ich zu leben habe Hier sind meine Schlüssel Du kannst einen Blick ins Haus werfen. Bis gleich I’ll see you later – Thank you Du musst mehrere Freundinnen haben, nicht nur eine. Das ist die Lösung Drei bis vier, einfach mehrere Das geht, wenn sie deine Situation nachvollziehen können Man muss ihnen nichts von den anderen Frauen erzählen Es reicht, ihnen zu erklären, dass man sehr beschäftigt ist Aber wenn ich mit ihnen zusammen bin, lasse ich sie spüren, dass sie mir wichtig sind Das heisst nicht, dass ich leichtfertig bin, aber für mich ist es besser Beziehungen mit verschiedenen Frauen – für mich stimmt das so Allen Liebenden ist ein bestimmter Tag gewidmet: der Valentinstag Es mit Blumen zu sagen, ist gut Besser noch ist es, sich zu schützen Der Aids-Screening-Bus ist auf dem UCLA-Campus, um auf die Gefahren hinzuweisen Wann hast du das Rockers verlassen? – So gegen 1 Uhr Es gibt eine App für 5 $, mit der kannst du das Schlangestehen vor dem Club umgehen Was, dafür bezahlst du? – Ja Die Schlange reicht manchmal bis zum Parkplatz Hast du am Samstag was vor? Ich glaube, ich werde lernen Das sage ich immer, aber ich halte mich meist nicht daran Na ja, mal sehen. Wir haben sehr unterschiedliche Zeitpläne

Es ist ein kleiner Raum, und weil wir selten zur selben Zeit zu Hause sind, klappt es gut Es kommt nie vor, dass wir alle drei gleichzeitig im Raum sind Wenn das passiert … wow! Ja, wir finden es toll, wenn wir alle zusammen sind Das kommt viel zu selten vor Es ist sehr teuer 1’400 Fr. im Monat für dieses kleine Zimmer, das ich mit zwei Personen teile Aber immerhin ist das Essen in- begriffen, zwei Mahlzeiten pro Tag Aber ohne Essen sind es immer noch 1’200 Fr Wir haben kein eigenes Badezimmer, das müssen wir mit allen teilen Andererseits ist es wirklich super, mit den anderen Studenten zusammen- zuleben und gemeinsam zu essen Hier hat man immer Leute um sich Bye, I’m going to class – See you “Frau fünf vor zwölf” beendet ihre Prüfungsvorbereitungen Es gibt einen Professor, der uns Folgendes gesagt hat: “Das Problem in Nordkorea ist, dass sie alles verbieten.” “Sie verbieten z.B. Feuerwaffen, anstatt den Leuten einfach beizubringen, nicht auf ihre Mitmenschen zu schiessen.” Na ja, es ist etwas seltsam, dass er dieses Beispiel bringt, weil Feuerwaffen nur in den Vereinigten Staaten erlaubt sind Und das funktioniert hier ja nicht gerade gut * Einsame Westerngitarre * * Fliessende, elektronische Musik * Mission impossible für Roger und seinen Kunden Aaron? Sie fliegen nach San Francisco, um endlich die Baugenehmigung für das Projekt zu bekommen, gegen das sich die Nachbarn zur Wehr gesetzt haben Sie sind zur letzten öffentlichen Anhörung, auf die sie Anspruch haben, vorgeladen worden Ein wunderschöner Tag! Oakland, San Francisco – Oakland, das ist übel Ich weiss, ich möchte nicht hier wohnen (Mann am Telefon) What’s the status? Es ist die letzte Phase dieser Scheiss-Anhörung, die letzte Chance, Einsprache zu erheben – und genau das haben sie gemacht Sie machen sich Sorgen um die Rohrleitungen oder um den Weg, der übers Grundstück führt Ich habe ihnen gesagt, dass dort niemand wohnt und dass sie die Parzelle seit 20 Jahren illegal betreten Verdammte Idioten! Die Hydranten müssen auf dieser Seite sein, genau da Die Sonne geht gleich da drüben unter Du wirst einen schönen Sonnenuntergang haben Von Richmond County hat man Ausblick auf die Bucht von San Francisco Das Quartier ist bekannt für seine konservativen Anwohner Die Nachbarn haben Einsprache erhoben, obwohl wir alles so gemacht haben, wie sie es wollten Heute gibt es ein Public Hearing, wir müssen also vorbeigehen, den Case noch mal präsentieren Und dann wird es hoffentlich approved, denn die bestehenden Einsprachen haben keine base, keinen Grund Das ist nicht etwas, das einen impact haben sollte, theoretisch Ein Freund von mir hat uns einander vorgestellt, nachdem ich ein Anwesen in Studio City gekauft hatte Ich sah, dass Roger ein Rockstar ist Ich war damals selber in einer Rockband und dachte, dass wir uns gut verstehen würden Ich mag seine schlichte Linienführung, diese Mischung aus modern und zeitgenössisch Das ist sehr europäisch mit einem kalifornischen Touch, weil er den Ozean und das Segeln liebt Einer der Opponenten zeigt sich umgehend So läuft das aber nicht Wir werden so rasch wie möglich anfangen, aber nicht, bevor wir die Bewilligung haben Wenn wir die definitive Bewilligung haben, legen wir los Wenn nur nicht diese idiotischen Einsprachen wären Für die, die die Einsprachen erhoben haben, sind sie nicht albern Nicht wirklich – Doch, sicher Wenn sie gelesen und zur Kenntnis genommen hätten, was im Gesetz steht, hätten sie keine Einsprache erhoben Der Ingenieur ist mit den Plänen schon fertig, und es ist alles in Ordnung Mal sehen, wie es heute Abend läuft * Einsame Westerngitarre * * Donnern * Nein, ich fahre Nicht nur bei ihrem Haus, auch bei Dora und Pasqual selbst

ist ein Check-up angesagt vor der Rückkehr in die Schweiz Die Interstate 5 Richtung Süden Nimm die 405, nicht die 5 Wir fahren zu meinem Arzt, Dr. Gary Feldman Ich muss einmal im Monat hingehen, weil ich an dieser Studie teilnehme für Wie sagt man auf Deutsch – painkillers? Schmerztabletten Wir haben hier diese Opioid-Krise und es ist noch nichts wirklich gut Schmerzmittel, Opiate – sie sind das Sinnbild des Notstandes im amerikanischen Gesundheitswesen 265’000 Tote in vier Jahren Kalifornien belegt eine makabre Spitzenposition Mehr als 2 Mio. Amerikaner sind von solchen Medikamenten abhängig Pasqual ist einer von ihnen Heute trägt er Kompressionshandschuhe – nach 18 Operationen hat er ständig und überall Schmerzen Dora hat zugestimmt, für ihren Mann neue Behandlungsmethoden zu testen Aber auch sie leidet an der Hüfte Wir hoffen, dass der Antikörper, den wir gespritzt haben, die Schmerzen lindert und Sie keine opiumhaltigen Medika- mente wie Morphium mehr benötigen Aber er nimmt die ganze Zeit solche Medikamente Das Problem in den Vereinigten Staaten ist, dass wir zu viel opiumhaltige Medikamente konsumieren Als ich anfing zu praktizieren, waren wir sehr zurückhaltend mit dieser Art von Rezepten Aber dann wuchs der Druck enorm, Schmerzen besser in Schach zu halten, und die wirksamsten Medikamente waren eben diese Opiate Deshalb haben wir sie dann extrem häufig verschrieben Viele dieser Opiate wurden auch auf der Strasse verkauft Er hat mir buchstäblich zweimal das Leben gerettet Ich war in einer sehr schlechten Verfassung Man hatte mir eine Morphiumpumpe implantiert, eines Tages gab es aber keinen Nachschub mehr Ich hatte Entzugserscheinungen Ich habe ihn angerufen, er kam hierher und er gab mir Medikamente, um die Schmerzen der Entzugserscheinungen zu lindern Ohne Pasqual wäre es mir nie in den Sinn gekommen, hier mitzumachen Aber ich sehe, wie er leidet Und diese Schmerzen die ganze Zeit Ich unterstütze jegliche Forschung auf diesem Gebiet It’s vibrating Ich glaube, sie tut es aus Mitgefühl, was ich wirklich sehr schätze Aber wenn du selbst nicht betroffen bist, kannst du nicht viel tun, weil du die Schmerzen nicht spürst und nicht weisst, was diese emotional und psychisch in einem auslösen Also tust du einfach dein Bestes Schau, was die machen! They’re fixing up the Das ist lustig Der heutige Lehrgang an der UCLA: Lernen, auf dem Wasser zu gehen Hier sind die Leute nicht an Regen gewöhnt Das ist wohl der Grund, weshalb es hier nichts gibt, was für Regentage geeignet ist Alles ist aus Beton Ich habe diese Schuhe angezogen, weil alle meine Turnschuhe vom Gehen auf den überschwemmten Trottoirs nass sind Auf dem Campus bilden sich überall Rinnsale Diese Woche sind die Midterm-Prüfungen Ich hatte bereits am Montag eine Prüfung Ich neige dazu, mich zu stressen, und habe wohl nicht das beste Zeitmanagement Ich habe bis 3 Uhr morgens gelernt Laurianes Prüfung konzentriert sich auf einen mathematischen Bereich, die Spieltheorie: das Zusammenspiel von Entscheidungen zwischen Individuen Ein Test, der beginnt wie ein Spiel Hat jemand eine Prüfungsaufgabe, wo schriftliche Notizen draufstehen? Zu Frage 1? (Frau) Yeah, I definitely have one Look and see if you’ve got a correction on question 1 We should have two, not just one Hier sind die Korrekturen: Bei Frage 1 BY gilt 5,25 und CY 0,25 Viel Glück

* Lachen * * Spannungsvolle Klänge * Mitten in der Prüfung sagte uns der Prof: “Aufgabe 6 ist unlösbar.” “Ihr könnt sie also streichen und müsst sie nicht lösen.” Und das, nachdem ich während 10 Min vergeblich versucht hatte, die Aufgabe zu lösen Es gab noch eine andere Aufgabe, die mir unlösbar erschien Ich weiss nicht, ob das auch ein Fehler des Profs war Deshalb habe ich die Aufgabe angepasst – ich habe die Matrix übernommen und die Zahlen verändert und die Aufgabe dann so gelöst, wie ich es für richtig hielt Ich weiss noch nicht, wie das herauskommen wird Es war keine seriöse Prüfung Ich weiss nicht, mal sehen * Treibende, elektronische Musik * Guten Abend, meine Damen und Herren, willkommen In San Francisco unterziehen sich Roger und Aaron der alles entscheidenden Prüfung Zehn Nachbarn haben Einsprache erhoben Als Nachbarin möchte ich meine wichtigsten Anliegen anbringen: die Sicherheit und den Zugang zur Strasse Die Kommission wird über ihre Relevanz befinden Roger tritt ihnen zum dritten und letzten Mal entgegen Alles oder nichts Was die Einspruch erhebenden Parteien anbringen, sind Dinge, die im vergangenen Jahr verhandelt wurden Wir sind auf alle Forderungen eingegangen Wir haben z.B einen Nachbarn in 16 Belvedere, der sich über die Grösse der Fenster beschwert hat Also haben wir die Fenster verkleinert Beim zweiten Treffen hat er gesagt: “Ich will keine Fenster.” Also haben wir die Fenster ganz entfernt Wir sind auf alle Wünsche eingegangen Mir wird die Aussicht auf die Stadt San Francisco verbaut, was Auswirkungen auf mein Anwesen hat Dadurch wird es abgewertet Wir versperren ihr nicht die Aussicht Sie hat immer noch Meersicht und Aussicht auf die Brücke Im Eck ist das Haus ein klein wenig in ihrem Blickfeld Ja, beim seitlichen Fenster ihres Hauses geht die Aussicht verloren, aber im Gegenzug haben wir unsere Fenster entfernt, damit sie nicht in unser Haus sehen muss Ihr Haus und ihr Fenster waren halt schon da, da kann man nichts machen Ich realisiere Projekte auf der ganzen Welt Das hier ist sehr frustrierend für mich, weil ich mit guten Absichten an die Dinge herangehe, um mit den Quartierbewohnern ein tolles Projekt zu verwirklichen Und alles, was ich bekomme, ist ein Schlag nach dem anderen Es läuft so: “Versuchen wir dies, versuchen wir das, verhindern wir dies, verhindern wir das.” Aber irgendwann muss man einen Punkt machen So kann es nicht weitergehen Deshalb bitte ich Sie, meinen Antrag zu akzeptieren Kommen wir zur Abstimmung! Yes – No Yes – Yes. – Yes Thanks very much Vier zu eins – Roger hat gewonnen Es ist gut gelaufen Es dauerte länger als gedacht Es ist jetzt doch 22.30 Uhr Aber … whatever! Jetzt essen wir noch einen Burger Es ist das letzte Mal, dass Dora diesen Weg einschlägt Ihr Abenteuer in Los Angeles geht zu Ende Monica, Doras Immobilienmaklerin, ist auch ihre Schülerin Das Haus ihrer Lehrerin zu verkaufen, ist ein Tanz, den Monica beherrscht Was nehme ich aus Los Angeles mit? den Sonnenschein, die freundlichen Menschen Sie sind sehr freundlich, sehr liebevoll Sie können lachen In der Schweiz lacht man nicht so viel wie in Amerika und v.a. in L.A Jede nimmt eine Blume Hinter den Kulissen perfektionieren die Schüler die Hommage an ihre geliebte Tanzlehrerin Oh my god! Thank you. Wow! * Jubel, Kreischen * Ich habe das Gefühl, ich bin bei meiner eigenen Beerdigung dabei

Wir lieben dich, Dora Sie ist süss wie Schweizer Schokolade Sie ist pünktlich wie eine Schweizer Uhr Sie ist scharfsinnig wie ein Schweizer Messer Right, Dora? (Alle) Dora, Dora, Dora! A big hug, everybody Come on, big hug! Everybody * Tragende Musik: “Non, je ne regrette rien” von Edith Piaf * # Non, rien de rien, # non, je ne regrette rien Ich habe die Schweiz mit 20 verlassen Jetzt mit fast 73 Jahren bin ich immer noch Schweizerin Es ist Zeit, nach Hause zu gehen # Non, rien de rien, # non, je ne regrette rien # C’est paye, balaye, oublie, # je me fous du passe Malibu: Der Strand, an dem Pamela Anderson in “Baywatch” in Zeitlupe entlanglief, hat sich fest im kollektiven Unterbewusstsein eingeprägt Wow! Wir sind in Point Dume, Malibu, um zu surfen Aber ich muss noch den Pool putzen Wir wollen ihn anschliessen, weil das Wasser noch sehr kalt ist Hier ist man wirklich auf dem Land Es ist wie ein kleines Dorf mit einem Strand und einem Supermarkt Das war’s auch schon, sonst gibt es hier nichts Das ist einfach super Typisch Kalifornien Das ist unser Familienhaus, wir putzen es, wir reparieren es, wir machen alles, was nötig ist Und v.a. kommen wir, wann immer möglich, um am Wochenende hier zu relaxen Heute hat uns Josephine begleitet Ich bin so happy, dass sie hier ist Wir machen uns einen ruhigen Morgen Ja, wir stehen uns nah, aber wir stehen auch den anderen nah Unsere Kinder sind ein Herz und eine Seele, mehr Herz als Seele, obwohl, ganz sicher sind wir nicht Wir haben enorm viele Gemeinsamkeiten, wie die Kunst, das Muttersein, das Managen von Familie und Job – und das bei einem Lohn, der in Abhängigkeit der Verkäufe variiert Das ist manchmal schon etwas stressig, deshalb versuchen wir, uns gegenseitig zu helfen Wir können uns verteidigen oder Spass haben Milo, Tristan! Den hier, was meinst du? Denkst du nicht, dass das Wasser zu kalt ist? Der Neoprenanzug reicht Vorwärts! Los geht’s! * Treibende Musik * Wow! * Dynamische Elektromusik * Das sind sehr schöne Familienmomente Wir versuchen, ihnen ein Heim zu geben, wo sie sich wohlfühlen Das ihnen erlaubt, Selbstwertgefühl zu entwickeln, das ihnen ermöglicht, das zu tun, was sie möchten, und auch daran zu glauben Meine Eltern leben in Genf und ich wünsche mir, Meine Eltern leben in Genf und ich wünsche mir, ich könnte sie öfter besuchen Wir skypen jeden Sonntag, ich sehe sie also trotzdem einmal die Woche live Ab und zu rufe ich sie auch während der Woche an, wenn ich Neuigkeiten zu gewissen Themen vor Ort brauche Und ich versuche, etwas häufiger auf Besuch zu gehen Der Umgang mit dem Alter kann schwierig sein, auch für jüngere Leute, die sich um die Älteren kümmern müssen Ich möchte gerne weiter hier wohnen Ich habe plötzlich Hunger, ich gehe etwas essen. Tschüss

Aus den Augen, aus dem Sinn Beat Generation, Hippies, Sex, Drugs and Rock ‘n’ Roll Die Revolution gehört längst der Vergangenheit an In Los Angeles geben heute Sportler, Yogis und Veganer den Ton an * Fiepen * Who’s a good dog? Who’s a good dog? Mitten im Winter Wir sind hier in Kalifornien, kein Schnee weit und breit Nur ein bisschen Regen Immer neue, unvorhergesehene Arbeiten, bevor das Haus endlich verkauft werden kann Pasqual bereitet sich geistig darauf vor, selbst Hand anzulegen Möchten Sie etwas essen, Jose? Nein, danke Machen Sie bitte die Tür zu Close the door? Okay * Geschäftige Musik * The screw It doesn’t matter – If you think so No, that’s the screwdriver I’ll bite you in a minute! Okay, I leave you alone Es ist gut für ihn, wenn er etwas macht Aber ich fürchte, dass er morgen nicht gehen kann, weil er noch mehr Schmerzen haben wird Is it working? Am Anfang wollten wir das nicht tun Ich habe all das getan, was Monica mir gesagt hat Nachdem ich mit ihr geredet hatte und nicht sehr zufrieden war, bin ich ins Internet – deshalb sitze ich die ganze Zeit vor dem Tablet Die Häuser, die neu gestrichen sind Wir haben auch neue Fenster die verkaufen sich besser Die Leute wollen gleich einziehen können Ich sehe hier im Internet, dass man für 10’000 $ Investment 20’000 $ herausschlagen kann * Geschäftige Musik * Tada! One lump or two? Jungs, seid nicht so kreativ! * Einsame Westerngitarre * Randy besucht seine beste Freundin Luciana, die ganz in der Nähe wohnt Dank ihrer Hilfe konnte er sein Haus in Hot Springs kaufen Luciana! – Benvenuti. Ciao, Randy Come stai? Ich habe Bier mitgebracht Dieses Jahr hat der Super Bowl einen Tessiner Touch Luciana und ihr Freund haben Randy und ihren Freund Maurillio zum grossen American-Football-Finale eingeladen Mein Traum war es, nach Asien zu gehen Margarita Mein erster Mann hatte in Los Angeles gelebt und war hier zur Schule gegangen Als wir uns entschieden, zurückzukehren, sind wir nach Los Angeles gekommen Ich dachte: “Los Angeles, na ja!” Aber ich bin wegen meines Mannes geblieben Aber um ehrlich zu sein, hat es mir dann auf Anhieb gefallen Luciana ist sogar Präsidentin des Tessiner Klubs Pro Ticino geworden, wo sie sich kennengelernt haben Nichts gegen die Schweiz, aber dort ist es nicht möglich, sich Netzwerke aufzubauen wie in Los Angeles oder New York Ich will nicht mehr so oft in die Schweiz wie früher, denn nach einem Tag dort denkt man: “Pff …” Das kenne ich Nach eineinhalb Wochen wollte ich wieder nach Hause Andiamo! Los, lasst uns den Super Bowl schauen! Ich habe mich wirklich sehr gut integriert in “unserem” Kalifornien Das ist jetzt unser Zuhause Das Tessin ist schön, ein wirklich schöner Flecken Erde für Besuche Es ist auch schön, dort aufzuwachsen, aber Amerika hat mir viel mehr gebracht Die Erfahrungen, die ich hier in den letzten 28 Jahren gesammelt habe, sind unvergesslich * Einsame Westerngitarre * Come on! Dai!

He played very good – The defense is great Crazy * Einsame Westerngitarre * * Treibende Musik * Marina del Rey ist vollständig von L.A. umschlossen Hello – Hoi Hoi, alles in Ordnung? – Ja Grüezi – Grüezi Was machst du? Ich muss noch etwas für Reto fertig machen Bist du dann bereit? – Ja Go for a walk? – Ja, jetzt ist es noch schön Was machst du? Ich muss das ganze Haus etwas verschieben I just need to shift everything over and Wird das nicht zu klein? – It’s not a problem Das ist der Pool Hier habe ich eine Wand, auf die man Movies projizieren kann Man kann das Fenster öffnen, im Wohnzimmer sitzen und draussen Movies schauen Ich habe während 19 Jahren für das Schweizer Konsulat in Los Angeles gearbeitet Ich habe im März Ich weiss es noch genau, ich habe am 13. März 2000 angefangen Leider habe ich Ende 2018 aufgehört, weil das Konsulat geschlossen wurde Davor hatten wir halt einen Ort, wo wir mit den Schweizer residents tolle Sachen machen konnten Eine Plattform für alle Sei es Kultur, sei es Business Wir haben versucht, die Menschen zusammenzubringen, und das haben wir jetzt leider nicht mehr Es ist doch ein starkes Minus, auch für die Schweiz, dass wir nicht mehr so präsent sind Okay, hast du ihn ausgemacht? Cool, let’s go! Auf der anderen Seite hat es auch noch einen * Fliessende, elektronische Musik * Wir arbeiten jetzt am Visum, also an der Green Card Sobald ich diese habe, ist meine Perspektive, bei Roger einzusteigen Grandiose Perspektive! – Nicht wahr? Er ist der Designer in der Familie und ich mache die Administration, PR Kaffee Kaffee machen – Ich bringe den Kaffee, okay Lunch holen – Lunch holen? Okay, gut Aber jetzt wird es kühl Nicht? – Nicht so schlimm Es gibt kältere Orte. In der Schweiz hat es heute geschneit Ach ja, stimmt! Ach ja, die Familie hat Fotos geschickt Mit Schnee im Garten Ich möchte gerne irgendwann in die Schweiz zurück Ja, wir müssen schauen, wie wir das dann machen Roger? Vielleicht wenn ich mal alt bin Aber heute und morgen stimmt es Mir gefällt es hier und das Leben hat sich eingerichtet Ich kann mir vorstellen, in der Schweiz zu leben Aber nicht heute und morgen Als Architekt geht man ja nie richtig in Pension, also not an option – Oh? Oh? Hast du das nicht im fine print gelesen Nein! In Los Angeles alt zu sein, ist schwierig It’s not really a town to be old Im Moment stimmt es Wenn ich älter bin, ist es vielleicht anders. I don’t know! Wir sind aber keine spring chickens mehr Du vielleicht Hey! – I’m good Salut – Hello Wie geht’s dir? – Gut. Und dir? Lauriane gönnt sich endlich einen freien Abend – mit Anja, einer anderen Austauschstudentin aus Genf Wie bist du gekommen? – Ich bin mit dem Bus gekommen Es hat mehr als 1 Std. gedauert, 1 1/4 Std Und dazu dieser Verkehr Schrecklich, diese Stadt! Wenn man irgendwo hingehen will, braucht man Zeit Von der UCLA nach Los Feliz dauert es 45 Min Lausanne-Genf, nur um einen Burger zu essen * Karaoke aus der Bar * # Oh, I just can’t wait to be king Es macht mich glücklich, was ich hier an der Uni erleben darf

Ja, das ist echt was anderes Das Leben spielt sich v.a auf dem Campus ab Und die Profs binden uns mehr in den Unterricht ein Das bringt Abwechslung – Einverstanden Aber es ist hier verschulter – wir müssen Arbeiten einreichen, um sicherzustellen, dass wir wirklich lernen Man bemuttert uns. Man muss Präsenzlisten unterschreiben Und es zählt. Gehst du zur Vorle- sung, bekommst du eine bessere Note In Genf geht man einfach zur Vorlesung – oder auch nicht Ich würde gerne ein ganzes Jahr hier studieren, aber ich kann nicht Hier hat man das Gefühl, dass irgendwie alles möglich ist Geht dir das auch so? In der Schweiz ist alles mehr Man muss sich sehr anpassen Ja, hier kannst du noch Abenteuer erleben # Can you feel the love tonight? In Los Angeles ist das Abenteuer paradox: Wer die Freiheit kosten will, muss durch die Einschränkungen navigieren Die Realität ist leicht zu lesen, aber schwierig zu entschlüsseln # Believe the very best Wie viele Angebote erwartest du? – Zwei Das ist nicht die Anzahl, die wir erhalten haben Heute machen wir etwas Kollaboratives Los, mach ihm Füsse! In all den Jahren habe ich mir schon alles Mögliche gebrochen Die Finger, das Knie Ich hatte eine durchlöcherte Lunge Es ist ein gefährlicher Sport * Fliessende Popmusik *

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Durch die Wildnis – Abenteuer Sierra Nevada – 78. Folge | Mehr auf KiKA.de

UNTERTITEL: Hessischer Rundfunk UNTERTITEL: Hessischer Rundfunk Der südlichste Teil des spanischen Festlands im Schatten der Sierra Nevada Sechs Jugendliche kämpfen sich durch diese Wildnis Ihr Ziel: Nach vier Wochen wieder die Zivilisation erreichen Gestern haben die sechs ihre Zelte mit Liebenswürdigkeiten verschönert Hier steht “Ihr stinkt.” Ach, nur manchmal Außerdem: Tobi verlangte den Abenteurern unter Wasser alles ab Das ist mit Abstand eine der anspruchsvollsten Herausforderungen Jetzt: das Abenteuer deines Lebens Heute beginnt der letzte Tag im Wildniscamp Schon morgen führt der Weg die Abenteurer zurück in die Zivilisation Während die Jungs von der Sonne geweckt wurden, schlafen die Mädchen noch fest Ich werde vermissen, mit euch zwei im Zelt jeden Morgen aufzuwachen Auch, wenn man auf Stein geschlafen hat, das ist so ein geiles Erlebnis hier Es ist einfach bald vorbei Ich werds allgemein krass vermissen Hier kannst du einfach alles machen, was du willst Das kann man später nicht mehr zu Hause Heute ist schon die letzte Herausforderung Was kommt heute? – Was mit Wasser Was Spektakuläres – Irgendwas auf dem Wasser Ich hab Megabock auf Wasser Hat hier jemand Wasser gesagt? Nein! – Alter Wasser! Das Dominic nass war, fand ich witzig Mir gings ganz gut. Er war komplett nass. Ich fands amüsant Am Morgen mal die Jungs zu ärgern, macht einfach so viel Spaß Das ist einfach unser Ding in der Gruppe Das werde ich total vermissen Während Sandwiches gemacht werden, hat Marie etwas Besonderes vor Was sie von zu Hause mitgebracht hat, soll immer an die Wildnis erinnern Was kommt jetzt? Wir basteln jetzt Armbändchen – Geil Und weil heute die letzte Herausforderung ist, machen wir erst mal was für Tobi Maries Idee war so süß Auch dass sie darauf kam, Tobi ein Geschenk zu machen Und dann noch so ein Armband, das fand ich megacool Was können wir denn hinschreiben? “DdW 17” ist mir zu allgemein Um-Begriffe, so Umschlag – Ja, Umschlag wäre gut Tobi gibt uns immer einen Umschlag Daher wollten wir ihm mal einen geben U! Ein M! S! Ein Sch! L! A! G! Und was heißt das? – Umschlag! Ich hoffe, Tobi freut sich – Ein megageiles Geschenk Der freut sich mega Das ist echt cool Das können Jungen und Mädchen machen und tragen. Das ist egal Auch die Sandwiches für die Wanderung sind fertig Das Geschenk soll Wildniscoach Tobi heute noch bekommen Wollt ihr sehen, was wir für Tobi haben? Ja – Ui! Was steht da drauf? Umschlag! Umschlag! Umschlag! Umschlag hat so an Bedeutung gewonnen Ich werde nie wieder das Wort hören und denken: “Die Post kommt Gib mir mal ‘nen Umschlag.” Ich werde immer rumrennen: “Umschlag! Umschlag! Umschlag!” Wer hat die Karte? – Ich hab die Karte Leute, es geht direkt ans Meer – Oh, geil! Strand! Marschzeit 85 – Okay, wohin? Wahrscheinlich ins Meer – Direkt in die Richtung Lets go! Vier Wochen lang erkunden die sechs die spanische Wildnis im Schatten der Sierra Nevada Der Weg führt sie heute direkt ans Meer Dort schlagen sie zum letzten Mal ihr Lager auf Hier ist wieder so viel Schilf. Man merkt, dass man dem Meer nahekommt Leute, man kann auf dem Stein malen Boah, cool – Hey, geil Lass uns verewigen. Mal “DdW-17”! Das Alphabet können inzwischen alle

Das haben wir jetzt noch mal bewiesen (alle) DdW 17! Weiter gehts! Herausforderung! – (alle) Hey! Herausforderung! – (alle) Hey! Ich komm da nicht mit klar: das letzte Mal Ja, leider – Das ist echt heftig Es kommt mir vor, als wäre es gestern gewesen Aber heute gewinnen wir das Ding! Tobi! – Buh! Hallo – Hi! Ich wollte euch erschrecken Es hat nicht geklappt Erschrecken muss er noch lernen Herzlich willkommen bei der letzten Herausforderung O nein Heute könnt ihr das letzte Mal einen Umschlag gewinnen Wir sind seit 18 Tagen in der Wildnis unterwegs Ihr habt ‘ne Menge gelernt. All das wird Teil der Herausforderung sein Was? – Alles? O Gott, ich weiß gar nichts mehr Heute findet als Herausforderung die große Wildnisabschlussprüfung statt Ich schreib nach. Ich bleib hier – Ich auch, ich bin krank Als letzte Prüfung ist so eine Abschlussprüfung cool Im Gegensatz macht sie hier Spaß Was heißt das jetzt? Das heißt, in vier Wochen haben die Abenteurer Fähigkeiten erlernt, die in der Wildnis nützlich sind Wie gut sie die beherrschen, müssen sie heute unter Beweis stellen Stellt euch Folgendes vor: Ihr habt einen Verletzten Der muss transportiert werden Und ihr habt nur noch verschmutztes Wasser O nein – Wasserfilter, ach Gott Ihr müsst die Situation meistern Ihr habt zwei Stunden Zeit Ihr müsst mit dem Verletzten am Strand sein Er muss das letzte Stück mit einer Trage gebracht worden sein Ihr müsst einen übernachtungsfesten Unterschlupf gebaut haben Ihr müsst trinkbares Wasser haben – Das wird das Schlimmste Beim Aufzählen fiel mir auf, dass ich einiges nicht kann An einer Sache kanns scheitern Das war dann so: “Was, wenn wirs verkacken?” Ihr braucht zwei Teams Eins ist das Verletztenteam Davon spielt einer den Verletzten Der hat ein gesundes Bein, eines ist verletzt Das andere Team ist für den Anfang das Navigationsteam Überlegt gut, wie ihr die Teams zusammensetzt Wer will der Verletzte sein? – Ich kanns machen Die Verletztengruppe muss eher die Trage bauen Kannst du den Knoten noch? – Nicht mehr so gut, aber egal Marie, kannst du den Knoten? – Ja Wenn du verletzt bist, müssen wir dich rumtragen Wir beide können dich nicht stützen Sie ist klein. Ich bin schwach Wir taten uns bei der Aufteilung sehr schwer Wir mussten gucken, wer was kann Wer kann die Knoten? Wer kann tragen? Wer hat Kraft? Wir mussten ein Mittelmaß für die Gruppen finden Nur mal angenommen, der Verletzte kommt nicht mit der Trage bis an den Strand Dann ist die Herausforderung vorbei Dann gehe ich ins Verletztenteam Ich kann die Verletzte machen Ich bin leicht Ich bin gerne in der Verletztengruppe Sie ist Verletzte Ich und Marie sind in ihrer Gruppe Machen wir das so? – Ja Bei der Gruppeneinteilung hatten wir Probleme Wer in welche Gruppe will, war schwer. Aber wir habens geschafft Noch eine kleine Information für euch: Ihr könnt heute nicht nur den Umschlag erspielen Es gibt auch einen Luxusessenstag zu gewinnen Nein! Jetzt müssen wir das gewinnen Das ist Essen Die Marschzahl ist die 105 – Bitte merken: 105 Seid ihr bereit? – Ja Die Verletzte ist verletzt? Das Navigationsteam ist bereit? Dann läuft die Zeit ab jetzt – Okay, Rucksacktausch Mit der Marschzahl 105 bestimmt Jessi die Richtung, in die sie gehen müssen Leute, hier! Boah, was für ein krasser Weg! Marschzahl nach unten oder nach oben? Was? – Nach da oder da? Ich fühl mich wie im Dschungel Nach da Was sagst du, Konrad? – Da lang! Geradeaus Mann, der spackt! Wir gehen erst mal durch Dann peilen wir neu Lauft doch mal bitte! Es ist richtig! Kommt! Tobi! – Kommt erst mal alle her Hier werden die nächsten Fähigkeiten abgefragt Zum einen für die Verletztengruppe, eine Trage zu bauen Die, die bisher navigiert haben, müssen Kletter- und Abseil- fähigkeiten unter Beweis stellen Die Plane, mit der ihr das Notfallcamp errichten sollt, hat sich beim Sturm oben im Baum verfangen

Der Sturm – Alles zusammen heute! Ihr müsst hochklettern, um sie nutzen zu können Schaut mal, was ihr noch findet, das ihr brauchen könnt Ich hab schon einiges gesehen Das Verletztenteam sammelt Material für die Trage Beim anderen Team macht Dominic den Anfang Er will den Baum hochklettern, um die Plane zu holen Soll ich mich in beide einhängen? Wär klüger, oder? Das ist die für die Füße – Ach, stimmt! Jetzt geh immer ein Stück nach oben Das geht nicht, oder? – Nein Das rutscht trotzdem runter Wir müssen das irgendwie höher machen Das Problem war die Technik Wir wussten nicht, wie wir mit den Seilen hochkommen sollten Probier mal, dich draufzusetzen – Wo? Dann kannst du so auf Spannung mal nachziehen Hä? Das ist ganz schön klein Das ist für einen schmalen Menschen Ihr müsst an beiden Seiten genug Platz lassen zum Tragen Du machst so. Guck mal Dann führst du beide unten durch So. Dann nimmst du es hier Mach noch mal hier einmal rum Dann hier und hier unten durch So Das Runter- und Hochgehebe nervt Justus, wir brauchen vier Steine zum Drunterlegen Danke schön – Das dürfte reichen So, nächstes Seil – Liegt da Ich dachte: “Eine Trage bauen? Die Knoten werden lange dauern.” Aber dann liefs supergut Runter! Runter! – Das ist nicht der richtige Weg Doch! Du musst so eine Bewegung machen Immer kleine Schritte hoch Du musst es machen wie ein Affe Der muss sich hochziehen und unten So Konrad, willst du tauschen wegen der Kraft? Ich kann kaum noch – Ich probiere es mal Ich habe mich geschämt, dass ich den Baum nicht hochkam Ich habe die Technik nicht verstanden Das kann man leider nicht ändern Keine zu langen Schritte Kurz ein Gefühl dafür bekommen Okay So, jetzt! Es war gut, dass ich mich noch versucht habe Ich kannte etwa die Taktik Meine Kraft war bei 100 Prozent Sehr gut, Konrad Das ist alles bombenfest. Man kann es keinen Millimeter bewegen Sehr gut. Das müsste mich halten – Das muss auf jeden Fall halten Die Trage stand vor der anderen Gruppe. Sie war sehr gut * Jubel * Das passt. Megageil! Nichts gegen dich Aber das ist sauschwer Ich weiß nicht, ob ich das schaffe Wie weit seid ihr? – Ähm, joa O Mann! Hey! Justus, mach in Ruhe weiter – Wieso rutscht das noch? Konrad, du bist am Ding Du schaffst das jetzt Du musst ruhig bleiben Ja, genau – Jetzt Unten alle entfernen Ich ziehe ein Messer * Jubel * – Megageil! In der Plane kann nun die Kohle zum Wasserfiltern transportiert werden Mega – Es hat zu lange gedauert Wir müssen direkt weiter, Leute Ab jetzt muss Luissa getragen werden Die anderen drei übernehmen dafür einen Großteil des Gepäcks Ich bin ready, auch wenn ich den faulsten Job hab. Tut mir leid Wir müssen auf jeden Fall wieder diesen Weg entlang Gehts? – Nee, gar nicht Ich kann meine Beine nicht bewegen Ich hab Angst, dass ich runterfalle Das Problem beim Tragen war, dass die Trage sehr schmal war So konnte ich das nicht höher tragen Denn ich war eingequetscht Ganz unten gings auch nicht Das war so anstrengend für die Unterarme Sag mir Bescheid, wenn du absetzt – ‘tschuldigung Leute, ich fall hier runter! – Ich kann es nicht alleine halten Okay? Wir packen das als Team! Nicht so schnell. Ich seh nichts Der Transport mit der Liege war schwerer als gedacht Man hat nur mit den Unterarmen gehoben So schwer habe ich mir das nicht vorgestellt Das war das Anstrengendste, was ich in der Wildnis gemacht habe

Achtung, Stein! Pass auf! Ich seh nicht, wohin ich trete Geh du! Geh du! Die anderen zu sehen, wie sie sich gequält haben, weil ich oben drauflag, war ein blödes Gefühl Zwei, drei, hoch! Komm, 50 Meter noch! – 50 Meter noch! Leute, ich seh das Meer! – Komm, komm, komm! Achtung, steil runter! Nicht so schnell, ich bin noch oben! Der Teamgeist war so toll Das hat richtig geholfen voranzugehen Wir ziehen durch. Wir ziehen durch – Ja, ja, ja Leute, wir sind gleich da! – Sehr gut, Marie! Super Sehr gut Marie hat sich gut geschlagen Das war extremst schwer Sie hat trotzdem durchgehalten und weitergemacht Wir haben das zusammen gut geschafft, obwohl das echt schwer war Wir müssen das Wasser filtern Wir sollen auch noch ‘nen Unterschlupf bauen Nehmt die Leiter auf jeden Fall mit! In welcher Reihenfolge noch mal? – Als Erstes Kohle Also erst Stoff, darauf Kohle – Genau Ganz wichtig: Dass sich das nicht vermischt Da müssen wir ordentlich sein Wir brauchen ein Tuch für unten – Ich hab Klopapier Sehr gut Wir hatten Riesenangst vorm Bau des Wasserfilters Macht man’s falsch, hat man keine Zeit, es noch mal zu machen So sieht eine verstopfte Toilette aus Das Papier saugt doch Wasser ein Wollen wir nicht doch Stoff holen? Ich opfere mein T-Shirt Das weiße? – Ja, das weiße In dem Moment war es wichtig, dass wir Stoff hatten Da bin ich bereit, was zu opfern Jetzt haben wir das hier Ich probiers mal schnell aus Das ist geil, oder? – Sehr gut Wir kriegen wir das fest? – Wenn wir’s so aneinander machen Du meinst quer? – Genau, wie beim Baumhaus Wenn wir’s von der Mitte spannen, würds funktionieren, oder? Mach mal so – Dann stehen die gegeneinander Dann können wir’s Tarp drüberwerfen – Ja Für so einen Unterschlupf brauchen sie vier lange Pfähle Macht ihr mal das Ich mach das hier Wir müssen echt an die Zeit denken Sonst ist das unser größtes Problem In insgesamt zwei Stunden muss alles fertig sein Noch steht der Unterschlupf nicht Auch das Wasser muss noch gefiltert werden Jetzt rein – Ja, oder noch ein Stück Stoff? Nee, das geht schon Jede einzelne Schicht muss zuerst gründlich gereinigt werden, bevor das Wasser gefiltert werden kann Das ist gut gewaschen – Hau rein Das wird auf jeden Fall besser als das letzte Mal Ja, wir haben dazugelernt Das sieht gar nicht so schlecht aus Das sieht schon richtig gut aus Jetzt fängts an zu halten Sehr gut Das ist perfekt – Viel besser Lass uns das mal aufstellen An den Seitenteilen muss noch die Plane befestigt werden Wir machen hier das Tarp Und so spann ich’s dann, oder? Es war eine extrem angespannte Situation Es war kompliziert. Wir mussten alles spannen, festzurren, damit Tobi zufrieden ist Wir machen alles, so fest es geht – Passt das so? Guck, dass deins gerade ist, Dominic Meins ist gerade – Gut So, ihr habt noch vier Minuten Schaffen wir nicht Ah, was sind das denn für Seile? – Das erste steht Ah, Mann! Das spannt echt schlecht Das da hinten müsste noch etwas mehr sein Die letzten Sekunden, das schafft ihr noch Drei, zwei, eins! Geil! Darf ich mich wieder bewegen? – Nein, du musst erst noch drunter Noch bist du verletzt Ich muss erst alles überprüfen Guckt mal, eure Zeit: 2:00:00 Stunden Boah, Alter! Ich hab mich gefühlt wie im Film Auf die Sekunde genau – wer schafft das schon? Wie ist das mit dem Wasserfilter bei euch? Unser Wasser ist gut! Oah! – Wäh! Es hat noch eine leichte Staubnote Aber es ist genießbar, oder? – Prinzipiell kann man das trinken Respekt an Tobi, dass er so mutig war und das getrunken hat Das letzte Mal war es ja echt eklig Also, wir fassen zusammen: Ihr habt unterwegs alles Material erspielt Ihr konntet klettern, euch abseilen, eine Verletzte transportieren Ihr konntet Wasser filtern, die Notfallunterkunft bauen

Ihr konntet die Knoten Ich würde sagen: Einmal kurz drücken Denn das habt ihr sehr gut gemacht! Umschlag! Umschlag! Umschlag! Umschlag! Die Abschlussprüfung bestanden zu haben, war ein megacooles Gefühl Einem wurde noch mal bewusst, was man hier alles gelernt hat, was Tobi uns beigebracht hat Es auch anzuwenden war unbeschreiblich Ihr könnt gleich mal reingucken, was da so drin ist Uno Momento! Das ist die letzte Herausforderung mit dir. Die Zeit geht zu Ende Und weil du uns immer einen Umschlag gibst, geben wir dir jetzt mal einen Umschlag Oh! Gefällts dir? – Das ist wunderschön Ich danke euch vielmals, sehr schön Ich sag erst mal tschüs Euch noch einen schönen Abend Danke schön. Tschüs, Tobi! Wir haben wirklich was gelernt Wir konnten das umsetzen Es war ein geiles Gefühl, diesen Umschlag in der Hand zu haben Oh! Hä? – Let’s have a party! Der Luxusessenssack war mega. Da waren lauter Partyutensilien drin Hä? Nein! Unser Luxusessenssack war so geil! Wir haben aufgemacht. Da kamen uns die ganzen Früchte entgegen Dann noch die Musik und wir haben gecheckt: “Ey, Leute, Party!” Die Mädchen schmücken das Camp mit allem, was Tobi eingepackt hat Die Jungs machen Obstspieße Der letzte Abend in der Wildnis soll gebührend gefeiert werden Das ist echt so der letzte Tag mit Herausforderungen und allem Da wird man schon ein bisschen wehmütig Ich bin die ganze Zeit mit ‘nem flauen Gefühl im Magen rumgerannt Das ging so schnell vorbei Es war rasend Man wirds nie im Leben vergessen In 50 Jahren wirst du diesen Moment hier noch wissen Du kannst es deinen Kindern erzählen Das ist einfach ein geiler Moment, oder? Wir sind die größten Heulsusen, scheiße Dieser Moment war so krass Als wir uns alle umarmt haben, wurde mir noch mal bewusst: “Du warst vier Wochen in der Wildnis und hast diese Leute kennengelernt.” Das war zu krass Ich nehm die Bärte und mach mir ‘nen schicken Bart Ich auch – Ich will den Ich fühl mich wie mit Botox Ich darf meine Oberlippe gar nicht bewegen Wir haben ‘nen Bart wachsen lassen – Und Monobraue Auf die Wildnis! Wir haben alle den Moment so sehr genossen Wir dachten nicht an die Zivilisation, dass die Zeit bald zu Ende ist, sondern waren im Hier und Jetzt * Singen zu Discomusik * * Musik * Und so geht es weiter: Die Abenteurer müssen sich von Wildniscoach Tobi verabschieden Lasst euch noch einmal drücken Außerdem: Nach vier Wochen Wildnis kommen die sechs wieder in der Zivilisation an Ein Auto! Durch die Wildnis: das Abenteuer deines Lebens COPYRIGHT UNTERTITEL: hr 2017

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Abenteuer Schlittenhunde | Mit Huskys unterwegs in Finnisch Lappland (2/3) | Doku | SRF DOK

Fünf Tage, 200 km, bis -20 °C Mit dem Huskygespann quer durch die Wildnis Lapplands Vier Frauen und ein Mann erfüllen sich ihren Traum Begonnen hat alles vor zwei Tagen auf der Huskyfarm des finnischen Hundeführers Juho Ylipiessa Ihr müsst euch kennenlernen, nicht? He, aber brav sein Jede und jeder ist selbst für sein Gespann verantwortlich Vieles ist neu, die Gruppe ist mit all den Aufgaben noch überfordert “Was mache ich jetzt?” Es ist irgendwie so: “Was mache ich mit den Hunden, dem Gepäck?” Ich fühlte mich am Anfang auch irgendwie hilflos Das Team ist am nächsten Morgen zu langsam unterwegs Eigentlich hätten wir ganz schnell aufstehen und arbeiten sollen Fertig! Die Verspätung hat Konsequenzen Armin hat seine Hunde nicht im Griff Sie haben gekämpft Die beiden Starken haben einander am Kopf gepackt Alle auf einem Haufen und ich wusste zwischendurch nicht, was tun * Helle, perlende Musik * Tag 2. Anfang Dezember Die Gruppe ist nach der Aufregung des Morgens endlich unterwegs Hundeführer Juho hofft, dass sich die Huskys beruhigen, wenn sie endlich laufen können Und tatsächlich: Friedlich zieht auch das Fünfer- gespann des Brunnenmeisters Armin durch die Abgeschiedenheit Finnlands Ihre Schlitten haben die fünf Schweizer schon besser im Griff Jeder führt Proviant und Gepäck selber mit, bis zu 60 kg Der erste Stopp nach wenigen Kilometern Hund Cooper hat sich beim Kampf am Morgen verletzt Sicherheitshalber nimmt ihn Juho aus dem Gespann * Bellen, Jaulen * Jetzt schont er ihn, bis wir die grosse Pause haben, und schaut, denn er hat eine Verletzung am Lauf * Bellen, Jaulen * Ich kann nicht viel sehen Die Wunde ist nicht gross, nur ein Kratzer Nur ein Kratzer auf der Haut Und das an unserem Unabhängigkeitstag! Am 6. Dezember 1917 löste sich Finnland aus der russischen Vorherrschaft Seither ist dieser Tag der finnische Nationalfeiertag Juho verabreicht dem verletzten Cooper eine Tablette und gönnt dem Tier eine Verschnaufpause Die anderen Hunde wollen weiter Ich gebe ihm entzündungshemmende Mittel Es ist wirklich nur ein kleiner Schnitt Es sieht nicht schlimm aus Ich nehme ihn in meine Notfallkiste auf den Schlitten und wir schauen am Abend, was wir machen Geht es ihm am Morgen nicht besser, muss ihn jemand abholen kommen * Jaulen * Ja, ja, Ballack Du hast Ballack, mit ihm reichen auch vier Hunde * Helle, perlende Musik * Mit 39 kg ist Ballack der grösste Hund aus Juhos Rudel

Schau, wie schön. Siehst du’s? Hei! So orange, so Schön, nicht? Das tut bis weit hinein gut * Juchzen * Dem Alltag entfliehen, eine Auszeit nehmen und seine Träume leben – das wirkt Wunder Für die Softwaretestmamagerin Silvia ist dieses Abenteuer eine grosse Herausforderung Vor vier Jahren ist sie an Parkinson erkrankt Perfekt. Wie geht’s dir, Silvia? – Gut Good? – Yes Das war wohl der schwierigste Streckenabschnitt der ganzen Woche Ich weiss noch nicht so genau, wie ich mein Gewicht einsetzen soll, um richtig zu steuern Jetzt haben wir etwas zu Essen verdient Wie immer: Zuerst gibt’s Wurst für die Hunde Yeah Juhos wichtigste Regel: Die Hunde kommen immer zuerst Es gibt zuerst für die Hunde zu essen, bevor es für euch was gibt Stimmt Noch ein bisschen weiter Hier auf die Seite Michelle, die Physiotherapeutin, versorgt sie, bevor sie an sich selbst denkt * Jaulen * Der starke Ballack und Armin freunden sich langsam an und werden zum Team So können sie nichts mehr ziehen Sie können den Schlitten nicht ziehen, wenn man sie rausnimmt Und wie geht es Cooper im fahrenden Krankenzimmer? Er war einfach zu vorwitzig Cooper ist ein Punk Er ist ein anderthalbjähriger Frechdachs Normalerweise haben andere Hunde Respekt vor Ballack Aber der hier war dumm genug, Ballack herauszufordern Und natürlich hat er verloren – (Armin) Ist das sein Charakter? Cooper ist noch jung und sucht noch seinen Platz in der Hundehierarchie Sie probieren es einfach aus Er hat das vorher noch nie gemacht Aber ich habe schon bemerkt, dass er seinen Platz innerhalb des Rudels sucht – drum hat er Ballack herausgefordert Das war nicht sehr klug Diesen Luxus hat man nicht oft im Leben, mit so schönen Tieren Mein Gefühl ist, ich konnte schon eine Bindung aufbauen, aber von ihnen her ist es So stark ist es wohl nicht Aber sie freuen sich, wenn man kommt und sie wertschätzt Prost Der erste Augenblick der Ruhe für die Abenteurer Ich liess gestern den ganzen Tag Revue passieren und muss sagen, ab den ersten 2-3 km wurde ich recht emotional – alles … prasselte auf mich nieder Man fährt plötzlich einfach mit seinem eigenen Schlitten durch einen wunderschönen Wald, es funktioniert alles, man spürt eine tiefe Zufriedenheit, man ist glücklich Man ist völlig losgelöst von allem Natürlich, die Umgebung trägt einiges dazu bei, dass man nicht an den Alltag denkt Auch Silvia geniesst die Zeit mit den Hunden in vollen Zügen – und vergisst die Sorgen ihres Alltags Dass ich glücklich bin Ganz einfach Einfach einen Moment Jetzt rührt es mich Die Krankheit zu vergessen Ich habe es fast vergessen Ich spüre nicht viel. Nur wenn ich die Tabletten wieder nehmen muss Aber ich vergesse es völlig, es ist nicht mehr im Vordergrund Es ist … irgendwo weit hinten Das wünschte ich mir Und es ist super Ich bin extrem glücklich I’m so happy. Dabei – (Juho) I can see it. Ich auch Ich vergesse meine Parkinson-Erkran- kung, und das ist so wichtig. Danke! Schon gut Und ich habe vergessen, dass du diese Erkrankung überhaupt hast Wir fuhren diesen steilen Hügel runter und ich dachte:

“Ist das wirklich Silvia?” Ich bin eine Kämpferin Aufgeben ist keine Option Dieser Hügel war anspruchsvoller als alles, was noch kommt Es kommen noch grössere Anstiege, aber die sind viel einfacher Aufgeben kommt nicht infrage – Das ist die richtige Einstellung * Sphärische Klänge * Juho hat wohl aus taktischen Gründen etwas untertrieben mit den bevorstehenden Anstrengungen Vor dem Team liegt ein steiler Anstieg über 200 m Es ist gegen 15 Uhr und bereits stockdunkel Jetzt kommt nochmals ein grosser Anstieg, dann eine Abfahrt Wir fahren hoch, so schnell es geht, stoppen oben nicht und fahren wirklich langsam hinunter, alle zusammen (Armin) Okay Das ist eine ganz wilde Horde * Bellen * Die sind einfach so wild und doch so liebe Kerle * Abenteuerliche Trommelklänge * * Juho ruft und pfeift Kommandos. * (Juho) He, Frauen, haltet die Augen offen! Die Hunde sind stark, doch bei so einem Anstieg müssen die Teilnehmer mithelfen Sie dürfen dabei ihren Schlitten auf keinen Fall verlieren Go! Komm Auch Armin bleibt trotz besonders starkem Gespann die Anstrengung nicht erspart Die ehemalige Profi-Bobfahrerin Michelle ist voll in ihrem Element Wie früher – am liebsten würde ich mehrmals hoch und runter, es war unglaublich. Wahnsinn Das Tempo, Gewicht verlagern, rechts, links, dann rennen – super Verrückt, was die leisten Und v.a. mit so vielen Kilos hinten drauf Und sie wollen immer weiter, wenn man wartet Das sind wilde Kerle * Helle, perlende Musik * Jetzt trippeln sie wieder Achtung In der finnischen Dunkelheit, die zu dieser Jahreszeit Anfang Dezember rund 20 Std. dauert, brauchen die Abenteurer v.a. eine gute Koordination * Armin ächzt. * Jetzt haben wir den wieder drin, scheisse Ach Um 17 Uhr erreichen alle das Nachtlager – heute ohne weitere Zwischenfälle (Armin) Hey, hey, hey. Geht’s noch? Ich bin gerade etwas traurig, dass wir schon da sind – wir hätten von mir aus 2-3 Std. weiterfahren können Es war so schön! Tipptopp, voll cool! Ich bin hellauf begeistert Langsam sitzen die Handgriffe, und die Hunde werden sofort versorgt So Bravo, Mädchen Was für ein Durcheinander ihr gemacht habt! Gib die doppelte Menge Wurst – (Armin) Wirklich? Ja, es war ein langer Tag und es wird eine kalte Nacht Sie brauchen viel Energie. Und dann füttern wir sie nach 1-2 Std Beim Zelt machen wir einen neuen Rekord! (Silvia) Ich bin gespannt, wie viele Kilometer das heute waren Barbara ist für das Hundefleisch zuständig Ich zeige Euch, wo es Wasser gibt (Barbara) Wasser schöpfen geht schneller als Schnee schmelzen Es kocht schon (Juho) Wir holen jetzt mehr Wasser – Wirklich? Aber der Topf ist heiss It’s not that bad – Holt er es da hinten? Ja. Ich gehe mit – Und ich hacke fröhlich weiter Ich bin der Orientierungssinn in Person Juho zeigt Silvia, wo er eine Quelle entdeckt hat Es gibt hier überall Wasser, wir müssen nur klares finden

Es schmeckt gut, solange nicht zu viel Dreck reinkommt (Barbara) Ah, wir müssten mehr haben (Englisch) Wir brauchen mehr (Juho) Ja, ich habe einige grosse Behälter auf meinem Schlitten Es gibt auch eine kleine Quelle Hier hat es immer Wasser Wir können sogar unser Trinkwasser von dort nehmen (Barbara) Wow Dann warten wir Ja, der Geschmack war gut, nicht erdig. – Good Ich habe ihnen gerade gesagt, so viel Arbeit hatte ich das ganze letzte Jahr über nicht Nach dem Morgen lief alles gut Super. Keine Unfälle mehr Ich glaube, jetzt beginnt es sich einzuspielen Was ist am Morgen passiert? Die Hunde hatten einfach zu viel Energie, das hat selbst mich erstaunt Normalerweise muss ich die Leute nicht warnen: “Pass auf, die Hunde könnten miteinander kämpfen!” Ich hatte noch nie so viel Durcheinander am Anfang Ich weiss, es gibt im Moment Hündinnen, die läufig werden Das war vielleicht der Grund Normalerweise bellen die Hunde einfach und wollen loslaufen Aber in der Paarungszeit geht bei den Rüden der Testosteronspiegel hoch Wir müssen einfach versuchen, die Hunde am Start ruhig zu behalten Juho schaut nach dem verletzten Cooper Ich bin fast sicher, es sah am Anfang viel schlimmer aus, als es war Es ist nur ein kleiner Schnitt Die Verletzung geht nicht tief, nicht bis auf die Muskeln oder das Fleisch Solange wir die Wunde sauber halten, sollte er morgen laufen können Ich habe ihm keine Schmerzmittel gegeben, weil ich wissen wollte, ob er Schmerzen hat und hinkt Mit den Medikamenten würde er auf jeden Fall laufen Willst du was sagen? Dieser Kerl hier ist elf Jahre alt und schon locker 30’000 km mit mir gelaufen About 30’000 km with me on the trail Jetzt gibt’s eine kleine Massage für den alten Herrn, gegen den steifen Rücken Ja, das ist der richtige Ort Nach Tagen wie diesen freuen sie sich auf die heisse Fleischsuppe Erst nachdem sich die Hunde sattgefressen haben, dürfen die Teilnehmer an sich denken Sie bekommen selber geschossenes Elchfleisch aus Juhos Jagd (Silvia) Ja, es war körperlich nicht easy (Martina) Ich bewundere dich, Silvia. Also eigentlich uns alle (Barbara) Ja. Ich sagte es vorhin auch: diese Ausdauer, die sie zeigt (Silvia) Aufgeben ist keine Option (Michelle) Mir ging’s heute viel besser als gestern, jeder hat seine kleinen Aufgaben Und es ist auch mit den Hunden so Du lernst sie besser kennen und kannst sie irgendwie einschätzen Es gibt einen, der immer rennt und führt, ein anderer wartet eher ab Sie sind vom Charakter her unterschiedlich (Martina) Gestern hatten wir eine Art Date mit den Hunden, lernten uns einen Tag lang kennen Heute sind wir in einer Beziehung (Alle) Schön Am vierten Tag heiraten wir wahrscheinlich, und was am fünften Tag passiert, möchte ich nicht wissen! Juho, meinst du, die Hunde kennen uns schon? Ich glaube, die Hunde gewöhnen sich an euch Es ist schon der zweite Tag Sie sind immer um dieselbe Person, die ihnen das Fressen gibt (Barbara) Ha, dann kennen sie mich! (Juho) Ja, bei ihnen läuft vieles über das Essen Sie funktionieren relativ einfach Wer sie füttert, ist für sie quasi Gott Ho, ho, ho! Hier ist der Samichlaus! Heute, am 6. Dezember, ist nicht nur finnischer Nationalfeiertag (Michelle) So süss! – (Martina) Da- rum erwähntest du den Samichlaustag! Schmutzli und ich haben euch etwas mitgebracht (Barbara) Da sind wir aber gespannt – (Silvia) Setzt euch Im Flieger habe ich schon ein wenig gedichtet, und nachdem ich euch besser kennengelernt hatte, schrieb ich

(Martina) Das hast du also geschrieben! So süss “Armin, der einzige Mann, der im Notfall auch jagen kann.” (Barbara) So süss. – (Silvia) Es wurde aber nur ein Zweizeiler “Barbara, die hübsche Mutter mit drei Kind, herzlich, offen und ein Wirbelwind.” – (Barbara) Du bist ja süss! “Michelle, die auf den Kufen Profi war, tiefgründig legt sie uns einfachste Denklösungen dar.” “Martina, unser tierliebendes Küken, wird uns mit Selbstvertrauen am Ende der Reise entzücken.” (Barbara) Jawohl, nicht? So süss! – (Martina) Der ist aber sackstark Du bekommst vom Samichlaus ein Wärmepad Vielen Dank – Das passende Geschenk “Silvia, die immer denkt so positiv, wird im dunklen Norden kreativ.” Ja, wirklich (Englisch) “Juho, unser Führer auf der Tour, ob runter oder rauf – er hat einen langen Schnauf.” It’s easy (Barbara) Das ist ja mega cool! * Johlen * Morgen läuft es gleich wie heute Wir sollten um 6 Uhr aufstehen Denn wir sind etwas langsam Und wir sollten noch effizienter werden, nicht herumtrödeln – (Barbara) We heard that Eine Person kümmert sich um den Kocher für das Hundefutter und bleibt auch dort Eine macht das Teewasser und geht nicht weg Ich nenne jetzt keine Namen, aber schaut wirklich, dass ihr kontinuierlich neuen Schnee in den Ofen hineinschaufelt, damit die Flamme immer gross genug bleibt Und das Andere – das hat selbst mich erstaunt: Die Hunde haben eine wahnsinnige Energie Das ist zwar toll, wenn es ums Rennen geht, aber vor dem Start kann es gefährlich werden Sie sind so aufgeladen am Morgen Es geht noch, solange sie an der Nachtleine sind, aber sobald ihr ihnen das Laufgeschirr anzieht, geht der Energiepegel hoch (Alle) Mhm Like we saw this morning Ballack war wahrscheinlich noch nie in einen Streit verwickelt Er hat Cooper hart rangenommen Ich habe nicht gesehen, wie es angefangen hat, aber ich bin sicher, Cooper hat ihn provoziert Und am Schluss musste ich ihn den ganzen Tag auf dem Schlitten hinterherziehen Passt von jetzt an auf am Morgen Bellen ist in Ordnung Wenn sie mit dem Schwanz wedeln und glücklich sind, ist es okay Aber sobald ihr hört, dass der Ton ändert, wenn sie aggressiv werden und ihre Freunde mustern: “Was machst denn du?” Wenn sie anfangen, einander anzuschreien – unterbindet es sofort Zeigt ihnen: Das ist nicht erlaubt Denn in einem nächsten Schritt wird jemand verletzt Und wir sind aufgeschmissen, wenn die Hälfte des Teams bei mir in der Notfallbox landet Also ich jedenfalls Sonst habt ihr es gut gemacht Auch das Fahren Die Temperatur ist deutlich gefallen, es sind jetzt eisige -20 °C * Sphärische Klänge * (Barbara) Immer dieser Geruch am Morgen auf leeren Magen Die fünf Abenteurer haben schon wieder verschlafen Sie sind fast 1 Std. zu spät dran Es ist schon fast 7 Uhr (Martina) Es knistert immerhin – Schon fast geschafft (Martina) Super – Wir sind ein bisschen verspätet Man kann auch in der Wildnis gut verschlafen Wir reden alle davon, wir kämen ohne Handy, und am Schluss (Martina) Ich besitze effektiv keinen Wecker ausser dem Handy, und wenn das nicht geht (Michelle) Und hell wird es auch nicht Und gestern haben die Hunde um 6.30 Uhr noch schön gejault – gestern hatten wir einen Hundewecker Die Schweizer Uhr hat nicht funktioniert Sie ist ihrem Ruf nicht gerecht geworden Der Alarm ist nicht losgegangen Ich war der einzige, der wach war Von ihnen kam kein Lebenszeichen (Armin) Das sehen wir gleich – (Michelle) Noch etwas rüber Das ist gut. Holen wir die Zeit wieder rein. – Locker Hast du gut geschlafen? Wir machen heute keine keine lange Mittagsrast,

denn wir müssen noch im Tageslicht den grossen Hügel hochkommen Wir füllen die Thermosflaschen und essen unterwegs ein Sandwich Heute steht die Königsetappe an mit dem Aalistunturi, dem höchsten Punkt der Tour – einem Hügel mit einem harten Aufstieg auf 200 m Es sieht gut aus Es ist jetzt etwa 8.30 Uhr Sie essen Frühstück, das Zelt ist leergeräumt, die Hunde wurden früh gefüttert, so um 7 Uhr Ich bin wirklich erfreut über diese Steigerung Jetzt muss ich mich mit meinem Zelt beeilen, damit ich nicht die lahme Ente bin! * Bellen, Jaulen * Auch das Anspannen läuft heute schon viel besser Der hier ist der dickere Juhos Worte haben gewirkt Komm! * Knurren * Hey, Dally! Fertig! Fertig Fertig Dann nehme ich euch beide halt auseinander Hopp. Achtung, Fuss I’m sorry, my friend Ist gut? Ist es hier oben? Ich habe etwas Respekt, weil es mir heute nicht ganz so gut geht Ich muss heute mit dem Kopf arbeiten Aber ich habe jetzt Tabletten genommen, in 1 Std. kommt die Wirkung, dann geht’s sicher besser Ich habe ein gutes Team, nicht wahr? Und wie geht es dem Patienten, dem jungen Punk Cooper? Er kann heute laufen Ich habe gestern vielleicht etwas übertrieben Der Schnitt war nur etwa so gross Jetzt ist die Wunde schon fast geschlossen Kein Blut Nur eine kleine Verletzung Aber du nimmst ihn in dein Team? Ja. Ich will schauen, ob er beim nächsten Stopp wirklich nicht hinkt Er liebt es zu rennen, da wird man ihm nichts anmerken Er wird mir vorspielen, dass alles gut ist (Barbara) Na, freust du dich? Alles ist heute viel ruhiger als gestern Eine Ruhe, die auch Barbara spürt, die Mutter und Psychologin Ja, du bist ready, nicht wahr? Als ich die Socken anzog, kam mir wieder in den Sinn: Hatte ich mal eine Krise, ging ich so oft zum Hund und weinte Wenn sich meine Eltern wieder mal stritten und es zu Hause nicht so lief, wie ich wollte Ich weinte ins Fell, bis alles nass war. Das weiss ich noch Wir hatten auch so einen schwarzen Eine ähnliche Grösse wie Siska Ja, die letzten Jahre waren schon tough Ich hätte auch nie länger weggekonnt Mein Mann hatte ein Kavernom und musste am Hirnstamm und am Kleinhirn operiert werden Das war schon crazy V.a. für ihn, und für uns alle auch Und ich war gerade mit dem zweiten Kind schwanger Ich habe schon ein wenig die Tendenz – obwohl ich weiss, das sollte man nicht -, zu verdrängen, resp. ich bin sehr optimistisch, manchmal auch etwas idealistisch Und ich glaube, dass Trauer und negative Emotionen auch mal Platz haben Dafür muss man sich Zeit lassen Das merkte ich gestern unterwegs Wir müssen schauen, dass es sich nicht verwickelt * Sphärische, abenteuerliche Klänge * Und dann geht es los – auf die 40-km-Strecke zum Aalistunturi Manchmal ist es an der Zeit, aus dem Alltag ausbrechen und seinem Leben ein neues Kapitel hinzuzufügen (Juho) Hier durch! Langsam runterfahren Komm, Armin! Juho zieht durch – er will den angekündigten harten Anstieg

mit den Schweizern unbedingt noch bei Tageslicht erreichen Noch bleiben 2 Std * Sphärische, abenteuerliche Klänge * Deshalb gibt es heute nur eine ganz kurze Pause, damit sich die Hunde für die bevor- stehende Anstrengung stärken können (Armin) Wir geben rechte Portionen – Ja, wegen des Sees Nun geht’s über den See und nachher den Hügel rauf Wir haben gestern gelernt, Armin, dass du beim Füttern eine Bindung zu den Hunden aufbaust, darum gebe ich deinen Hunden nichts eine Bindung zu den Hunden aufbaust, darum gebe ich deinen Hunden nichts Vielen Dank Annie Mh! Fighter Ja! Und Winnie. Guten Appetit Martina, die HR-Managerin, spürt inzwischen die Anstrengung Ich spüre es immer noch, oder wieder Bisher ging es aber relativ gut Der Trail ging halt immer wieder hoch und runter Jetzt gehen wir über einen grossen See – soweit ich weiss, sind Seen flach Wir sollten zu Mittag essen können während der Fahrt über den See Mal schauen, wie das funktioniert Dann geht es buchstäblich um die Wurst, auf den Hügel zu Die Hunde kennen keine Müdigkeit und wollen weiter Jetzt ist wieder gut – Cool Jetzt geht es flach über den See, glaube ich Und dann der letzte Aufstieg – 200 Höhenmeter Aber nicht wie gestern Da machten wir das auf einmal – Das macht viel aus Und fühlst du dich auch gut? Die Hände? Ja, die Hände sind schon verkrampft – Immer noch? Ich muss immer dehnen – Das hilft? Wenn du bewegst, hilft es? – Ja Ich mache jeweils so Schau, mehr kann ich nicht – Krass. Oh, Mann Ich bringe sie nicht gerade hin – Mhm Ziemlich krass – Ja Ich muss heute Abend Wärmecreme einstreichen Gegen diese Buckel muss man öffnende Übungen machen Deshalb drehe ich mich immer so – Ja Ich bewundere dich, wie du das machst Mega Die einjährige Mayday ist die einzige, die jetzt über den See eine kurze Pause bekommt Sie ist zum ersten Mal auf einer solch langen Tour dabei Juho will sie für den Aufstieg auf den Aalistunturi schonen * Helle, perlende Musik, Trommelschläge * Super! Gut! * Jauchzer * Damit die Huskys nicht zu schnell werden, müssen die Teilnehmer dauernd auf der Bremse stehen Langsam! He Bravo! * Jauchzer * * Jauchzer * So schön! * Treibende, pulsierende Klänge * Nach dem See setzt Juho die einjährige Mayday wieder ins Team ein und zieht gleich weiter Es ist gegen 14 Uhr und das Licht schwindet bereits wieder Das Gelände wird immer unebener Seit 4 Std. stehen sie jetzt schon auf dem Schlitten, ein körperlicher und koordinativer Kraftakt für alle, besonders für Silvia * Schrei * (Englisch) Alles in Ordnung Nichts passiert Silvia, vergiss nicht zu bremsen Bist du eingeschlafen? Ich habe schon gebremst, ich bin auf der Metallplatte gestanden

Aber du bist vielleicht schon etwas schläfrig unterwegs Die Bremse benutzen, die Bremse * Unverständliches Gespräch * Das war ein Weckruf Ja, genau * Dunkle, sphärische Klänge, Jaulen * Erst gegen 15 Uhr erreichen sie den Anstieg zum Aalistunturi Fast bei Tageslicht * Er lacht. * Fast. Wir sind schon weit (Silvia) Wie weit noch? Jetzt geht’s nur noch hoch, und dann sind wir da Kein flaches Stück mehr von jetzt an 1 Std.? – Genau * Leises Hundejaulen * * Dunkle, sphärische Klänge * Den 200 m steilen Anstieg müssen sie nun im Dunkeln bewältigen, was die Sache nicht leichter macht * Jauchzer * Gegen 16 Uhr dann die Erlösung Es war herrlich Und dieses Gefühl, wenn man oben ist. Mega cool! Es ist so schön: Man rennt zwischendurch mit, und dann steigt man wieder drauf und fährt mit den Hunden mit Und die haben Kraft – unwahrscheinlich Es ist so steil, und die ziehen einen einfach rauf Das hätte ich nie gedacht Ihr Starken! Wie gerne die schuften, das ist beeindruckend Die sehen den Hügel und man sieht ihnen an, dass sie sich darauf freuen, den Schlitten hochzuziehen Das ist beeindruckend Alle haben es geschafft, auch Silvia Am Morgen hatte ich noch eine Krise, aber es war ja jetzt nur noch ein letzter Hügel Hätte es mehrere solche gehabt, hätte ich wahrscheinlich einen Sitzstreik gemacht Jetzt bin ich schon … am Anschlag Und morgen … traue ich’s mir zu, weil ich’s heute konnte Wenn ich heute Abend gut zu mir schaue Was heisst gut zu dir schauen? – Schlafen Ja Jemand ist der Hundefutterchef, ein anderer schaut für das Zelt und jemand für das warme Wasser für uns Kleines (Michelle) Geht es noch mehr? – (Martina) Ich halte ihn Trotz Müdigkeit packen sie nun alle an und unterstützen sich gegenseitig – keine Spur von Chaos mehr Immer noch nicht gut? – Nein, hier muss es wirklich Ich glaube, oben- und dann untendurch Wenn sie ziehen, hält es ja hier Ich meine: Wir lassen es so Danke, cool Wir haben es zusammen geschafft Ich habe einfach Kopfschmerzen Das bekomme ich schnell, wenn ich zu wenig getrunken habe Normalerweise trinke ich 2-3 l pro Tag

Unsere Thermosflasche hat 0,75 l – und jetzt ist noch was drin Aber eben, man hat keine Zeit und muss oder darf zuerst zu den Hunden schauen So hat sich das ergeben Und ich muss sagen: Die Piste heute hatte recht viele Schläge Das ist nicht förderlich bei Kopfschmerzen Jetzt gibt’s noch ein Mäntelchen Das haben wir auch im Programm Jetzt vertraue ich ihnen Es ist der dritte Tag Und mit nur wenigen Ratschlägen funktionieren sie jetzt gut als Team Es gibt keinen Grund zur Sorge mehr Sie haben die Hunde richtig festgemacht, graben Löcher für die Hunde, helfen sich gegenseitig Jetzt warten wir nur noch, bis das Essen fertig ist Wir könnten im Zelt auch eine Heuunterlage gegen die Kälte machen, wenn wir genug Heu haben So Oh, lasst sie schlafen Rennen, wenn es nötig ist, schlafen, wenn sie können – das macht einen erfahrenen Schlittenhund aus Noch können sich die Teilnehmerinnen nicht ausruhen Silvia hat nach diesem harten Tag Schmerzen im Knie und ist nicht sicher, ob es etwas Ernstes ist Michelle, die Physiotherapeutin, kümmert sich um sie Wenn ich hier drücke? Ah – Das tut weh? Ja, etwas – Und hier unten? Au! Noch mehr Zum Glück habe ich die aufgerollt Hier? – Au! Und wenn ich so drücke? – Auch Mein Vorschlag ist: Ich mache dir Tape ran So ist es morgen stabil Ich mache dir eins rüber, damit das Knie vom Gelenk her stabil ist, dann eins auf der Seite Erste Entwarnung: Michelle vermutet eine muskuläre Überlastung, verursacht durch die ungewohnten Bewegungen auf dem Schlitten Silvia hofft, nach morgen dabei zu sein Auch für die alte Hundedame Chess gibt es heute eine willkommene Überraschung: Statt in der Kälte bei -20 °C darf sie mit im Zelt übernachten (Barbara) Schon okay, ich kann auch unten Na? Bist gerade noch etwas überfordert, nicht wahr? Süss, schau Martina weiss, wie’s geht Sie weiss, wie’s geht. So ist dir wohl. (Armin) Chess, du Verwöhnte! (Martina) Ich hatte auch schon Vierbeiner im Bett. – Cool Hündchen, schlaft gut Bis morgen Morgen geht es weiter mit der längsten Etappe – auf der Huskytour des Lebens

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Abenteuer Irland: Schmidt Max und der Traum vom Angelglück | Teil 1 | freizeit | Doku | BR

Untertitelung: BR 2020 3160100031 * Musik * 18640100031 Jetzt macht halt mal die Musik aus! Diesen romantischen Schmarrn! Ich hab ja noch nicht mal einen gefangen Das ist nicht so einfach Das ist ein ganz besonderer Fisch Also! Das kann man doch mal sagen, oder? Ist doch wahr 52480100031 Heute in der FREIZEIT: die Akrobaten unter den Anglern Von der Kunst des Fliegenfischens Und wie auch Sie das lernen können Und: Wer hat’s erfunden? Wahrscheinlich die Iren Seit 1608 wird auf der Insel Whiskey gebrannt Ein Mann sollte in seinem Leben Sie wissen schon: Kind, Baum Und er sollte einmal einen Fisch selber fangen Dafür bin ich nach Irland geflogen Aber nicht für irgendeinen Fisch, nein, sondern für den König Den König der Flüsse: den Lachs In Irland braucht’s keine Angelprüfung wie in Deutschland Einfach mal im Urlaub eine Tageskarte kaufen, die Angel auswerfen und sein Glück versuchen Zwei Stunden dauert’s von München nach Dublin Und weitere drei Stunden rauf in den Nordwesten: Nach Ballina, der Hauptstadt des Lachsfischens Auf die Idee bin ich durch Markus Müller gekommen Ein leidenschaftlicher Fliegenfischer und Diplom-Hydrologe, den es vor Jahren nach Irland verschlagen hat Heute ist er Manager bei der irischen Fischereibehörde Hi. – Mister Schmidt – Yes, it’s me I’m Shane Maloney Welcome to Mount Falcon Thank you, danke, wunderbar, großartig Hallo, gute Anreise gehabt? Ja, wunderbar. Man ist ja gleich da Das geht ja relativ schnell Do you like to try a Guinness? Ein Guinness vom Gastgeber Shane Maloney höchstpersönlich? Ja, selbstverständlich Mount Falcon also. Ein 150 Jahre altes Anwesen mit Herrenhaus wird für die nächsten Tage meine Unterkunft sein Hier soll ich also zum Lachsfischer werden Sieben Tage hab ich mir gegeben Viel Glück 173760100031 Guinness is ready, gentlemen Sláinte! Sláinte? The blood of the Irish Oh, really? – Yes The first thing you have to do is Guinness And the last thing before you die is catch a wild atlantic salmon in Ireland. You must do this Zum Atlantik-Lachs-Fangen bist du hier genau am richtigen Ort Väter haben schon die Hochzeit ihrer Töchter sausen lassen wegen dem Lachs Wirklich? – Tatsache I’ve seen grown men cry not catching salmon and I’ve seen grown men divorced because they caught salmon Really? – So, it is up to you Lachsfischen ist eine Philosophie Wenn man seinen ersten Lachs auf die Rute kriegt, den drillst, den landest, dieses Gefühl vergisst man sein ganzes Leben nicht Und wann geht’s los? – Morgen früh Wir haben den besten Guide für dich besorgt Für mich? – Ja The best guide? – The best guide A guaranteed catch Es gibt keine Entschuldigung, wenn du nix fängst Alles klar 262240100031 Also, ich sag Ihnen, wie’s ist: Ich gehe tatsächlich zum ersten Mal zum Fischen Den Hotelgästen steht ein Flussabschnitt am River Moy sehr exklusiv zur Verfügung

Und weil mir der Markus und der Shane den besten Guide versprochen haben, sitzt jetzt der Michael mit mir im Boot Ja, der Michael soll’s also richten und mir beibringen, wie man den majestätischen Salmo Salar, den atlantischen Lachs an den Haken bekommt Wer einen so edlen Fisch fangen möchte, sagt der Michael, der muss eine ebenso edle Fangmethode wählen Und deswegen führt er mich ein in die Philosophie des Fliegenfischens 338720100031 Lektion 1 beim Fischen mit der Zweihandrute, und auch die wichtigste: das Werfen A lot of people think it’s a difficult sport But in fact, the rod does all of the work Die Angel macht die ganze Arbeit? Yes – Das ist ja praktisch In a couple of hours we get you started Gut, und der Fisch, der Lachs weiß Bescheid? The fish has to do some work too Genau, der Fisch muss auch arbeiten Gut, dann machen das die Angel und der Fisch Und ich schau zu This is the width of the line It’s a bit thicker That’s the actual casting width Ach so, wir angeln praktisch mit so einer Art Wäscheleine Ein bissel dicker. Das Gewicht, das wir haben, ist die Schnur If I let anymore line out than that, the cast doesn’t work It looks very easy Das ist nicht so schwer The first thing is the stand We cast with the right hand, the left hand is here You have to stand with your left foot forward That means you’re very open, you can overturn the body Okay, dann überdreh ich praktisch We stand with the right foot forward when we’re casting with right hand Der rechte Fuß schaut dahin, wo ich hinschmeißen will? – Yes I can’t turn my body too far I can only come to here And that’s correct, keeps me in line Ich weiß genau, wo ich hinwill Everything is planed, you know exactly where you casting to Use a shoulder width grip Also die Hände schulterweit auseinander If you’re reaching all the time, that’s tiring for your arm And here it’s too heavy That’s also uncomfortable for a full day of fishing Now you try it Ich jetzt? Jetzt? – Yes So, jetzt mal schulterweit 484960100031 That’s want we want Then everything is lined up with the target When I cast forward, it all goes exactly where I want it to go You have this now 513600100031 Der Lachs ist immer noch da, ist immer noch im Fluss? The salmon should be here But with your casting they may have gone back to the sea It’s quite possible They may have turned But they should still be here Ein Fisch geht doch nicht, wenn er mich sieht, oder? 546080100031 Das schaut so einfach aus 554440100031 Hi, guys. Schon was gefangen? Noch nicht? Ich hab euch was zu essen mitgebracht Fliegenfischen ist eine elegante Sache, ästhetisch, oder? Also, wenn man dem Michael zuschaut, schaut es sehr elegant aus Ganz so einfach ist es nicht, es ist schon komplex Aber wenn man’s kann, ist es einfach eine Lebenseinstellung Es ist mehr als Angeln Fliegenfischen ist einfach was ganz Fantastisches Als Fliegenfischer ist man mit der Natur zusammen Der Lachs hat ja nur noch einen Beißreflex

Der frisst ja hier im Süßwasser gar nix mehr Das macht das Ganze noch schwieriger Aber man kann schon einen fangen? Ja, aber im Meer hat er sich vollgefressen Hier hat er nur noch eins im Sinn: sich zu vermehren, so schnell wie möglich hoch in den Oberlauf Dass man dann einen fängt mit der Fliege, ist fast ein Mysterium Ende Mai war ich oben am Fluss mit der Wasserkugel fischen Ich hatte einen Biss, den Fisch 10 Minuten im Drill Dann hat sich die Schnur an einem Felsen verfangen und ist gerissen Der Lachs war weg Vier Stunden später bin ich dann noch mal mit der Fliegenrute gegangen Und beim Werfen hat der Haken der Fliege genau die Öse der Wasserkugel erwischt Und da war immer noch der Lachs dran 15 Pfund hat der gehabt 15? That length, but fat A big fish Is it true? It’s not a fairytale? If this really happend, I will catch a fish Oder? Also, wenn er das so macht kann ich den mit der Hand fangen 670040100031 My fish will be this big Ich glaube, für heute reicht’s Jetzt gehen wir ins Salmon Capital of Ireland, nach Ballina Hauptstadt des Lachses – Genau 691480100031 * Musik * 715480100031 741120100031 Das ist es? Jawohl, das ist der Ridge Pool Der Ridge Pool Was für den Tennisspieler Wimbledon ist, für den Fußballer Wembley, ist für den Lachsfischer der Ridge Pool Ja, ist für den Fliegenfischer der Ridge Pool in Ballina, am River Moy Für den Fliegenfischer Und warum? Weil das ein Top-Platz ist Die Fische kommen vom Nordatlantik, haben schon Tausende Kilometer drauf Das hier ist das erste Hindernis Die müssen hier erst mal rasten Ah! Die müssen ja dann da durch Ja, und da zählen wir die Fische auch Das ist ja praktisch Ihr wisst genau, wie viele Fische Wir wissen genau, wie viele Fische da hochkommen 805520100031 Hier zählen wir die Fische – Die müssen da durch? Wenn sie sich da ausgeruht und überlebt haben, schwimmen sie weiter? – Genau Die müssen alle hier durch Es gibt zwei Arten von Counter: Das ist ein resistivity counter Heißt genau was? Hier wird die Resistivität des Wassers gemessen Die ändert sich, wenn ein Lachs über diese Elektroden schwimmt Siehst du die drei Elektroden hier? – Ja Da gibt’s einen elektrischen Impuls Wenn wir einen Aufsteiger haben, kommt der Impuls zuerst an der unteren Elektrode Diese Kamera zeichnet auf, 24 Stunden lang Dann können wir genau sehen, was passiert ist Aber wenn’s dunkel ist, sieht die auch nix mehr? Infrarotkamera Wir haben an alles gedacht Wann schwimmen die eigentlich? An Wochenenden, Feiertagen, in den Ferien? Schön wär’s Das kann man nicht genau sagen Es kommt auf die Jahreszeit an Meist sind die Dämmerung und die Morgenstunden eine ganz gute Zeit, wo die vermehrt aufsteigen Wie viele haben wir? Wie viele zählt ihr da so? Wir gehen aus von 40.000 bis 60.000 Fischen pro Jahr. Hier im River Moy

60.000? Im Jahr? – Ja Da könnt ja für mich auch einer dabei sein Das hoffen wir doch Das ist ja nicht der einzige Fluss, der Lachs hat in Irland Wir haben ungefähr 150 Lachs-Flüsse in Irland Da gucken wir natürlich auch nach den Beständen Die Fangmeldungen kommen rein, wir gucken, welche Laichgruben da sind im Herbst, dann zählen wir auch die Jungfische All diese Daten werden in ein Modell eingebaut Dann entscheiden wir, ob wir einen Fluss zum Fischen freigeben Ihr sperrt auch einen Fluss, wenn’s sein muss? Wenn die Bestände es nicht zulassen, dass gefischt werden kann, entscheiden wir, dass ein Fluss gesperrt wird Es geht ja um den Fisch – Ja Der Fisch ist im Vordergrund, nicht der Angler Das Ziel ist ein natürlicher Bestand an Wildlachsen, die sich selber vermehren Bis 2006 hat man durch die kommerzielle Netzfischerei vor der Küste 65% aller Lachse weggefangen, bevor die überhaupt in die Flüsse zurückkonnten Hier läuft alles zusammen Hier sieht man verschiedene Infrarot-Silhouetten von Lachsen, die in den letzten Tagen durch unseren Counter geschwommen sind Ist der so groß? – Ja, hier sieht man’s: 90 cm Man kann hier sogar die Fettflosse des Lachses erkennen Schwanzflosse, Rückenflosse, Fettflosse: alles sehr detailgenau Wie groß kann ein Lachs werden? – Weit über einen Meter Überleg mal, was das für eine Leistung ist, bis die Fische hier angekommen sind, was die hinter sich haben: Mehrere Tausend Kilometer durch den Nordatlantik Und nur ein Ziel: im Winter abzulaichen, weiter flussaufwärts Welche Strapazen dieser Fisch auf sich nimmt! Die wissen genau, wo sie hinmüssen? Ganz genau. Die kehren dorthin zurück, wo sie geboren wurden, wo ihre Eltern abgelaicht haben An einem Frühlingstag bin ich geboren Geschlüpft aus dem Ei, das meine Mutter im Winter in den Kies gelegt hat Ich lebe ein paar Wochen von dem Dottersack vor der Brust Mein Hunger wird größer Sie nennen mich jetzt “fry” und ich fange selbstständig Insekten Ab Herbst verwandele ich mich in einen “Parr” Nach etwa zwei Jahren bin ich ein junger “Smolt” Jetzt präge ich mir genau den Geruch des Wassers ein und vergesse ihn nie wieder Dann lassen wir jungen Lachse uns mit der Strömung flussabwärts treiben, und unser zweites Leben beginnt: im Salzwasser Wir schwimmen durch den Atlantik bis Grönland Krebse und Meeresfische verschwinden in meinem Maul Doch nach etwa einem Jahr im Meer bekomme ich Heimweh Ich erreiche als sog. Grilse die Küste und schwimme dann wieder zurück in meinen Fluss Ziel ist der Bach, in dem ich geboren wurde Hier beginnt um Weihnachten die Hochzeit Meine Braut legt 5000 bis 10.000 Eier in den Kies Nach dem Ablaichen sterben die meisten Männchen und viele der Weibchen Der Rest kehrt zurück ins Meer Heute Vormittag hab ich frei Zeit für Kultur und Kulinarik Vor über 400 Jahren sollen die Iren den Whiskey erfunden haben Und wie der hergestellt wird, das schau ich mir im Besucherzentrum in Tullamore an Das hier zeigt unser Gerstenfeld Gerste wächst eigentlich nicht ganz so hoch, sondern nur bis zur Taille Und hier sieht man die zweizeilige Gerste, die wir benutzen Zwei bedeutet, dass wir auf jeder Seite eine Kornreihe haben Wir verlangen Frühjahrs-Gerste, weil sie besonders viel Stärke hat Ah! Erstens: Unser Whiskey ist dreimal destilliert Zweitens: Unser Whiskey ist dreimal gemischt Wir machen also drei einzelne Whiskeys, und dann mischt der Master Blender alle drei zusammen Den ersten Whiskey machen wir aus Malz, dann brennen wir einen traditionellen Whiskey: Den Pot Still Whiskey Pot Still Whiskey gibt es nur in Irland Dazu brauchen wir 50% geröstete Gerste und 50% ungeröstete, auch “grüne Gerste” genannt Für den dritten Whiskey verwenden wir Mais “Triple Blend” heißt also, wir mischen Gerste-, Pot Still und Mais-Whiskey Whiskey bekam seinen Namen durch den lateinischen Begriff “Aqua vitae”: Das Wasser des Lebens Und das heißt auf Gälisch: Uisge Beatha That’s easy. – Yeah Hier destillieren wir unseren Whiskey Das sind drei Anlagen, Nachbauten, die wir früher hier in Tullamore genutzt haben Der Whiskey reift in gebrauchten Holzfässern

und erhält so zusätzlich Farbe und Aroma Unser Whiskey hat so ganz natürliche Geschmacksrichtungen, die wir nicht künstlich hinzufügen The smells we have are: green apple – Grüner Apfel Orange – Orange Cinnamon – Zimt Green gras – Grünes Gras Vanilla pods – Vanille Solche Brennereinen gab es früher Hunderte in Irland, doch Mitte der 1950er-Jahre kam der Niedergang Die Produktion wurde ins Ausland verlegt Heute erlebt der Whiskey eine Renaissance in heimischen Destillieren Auch in Tullamore wird seit 2014 wieder gebrannt Und da muss man natürlich probieren Single Batch Triple blend, triple distilled, aged in bourbon and sherry cask And finished in virgin American old casks It’s delicious – Ah, okay. I try Try 1265560100031 Aqua vitae, ja, der belebt Apropos Wasser: Meine zweite Lektion mit dem Michael wartet auf mich Also, auf uns Today we put a hook on the line Yesterday we were just casting That’s just for practise Ah, da war gestern gar kein Haken dran No, we cut that off Just the casting at this stage We try flyfishing These are all Irish shrimp flies Jetzt machen wir mit Haken? – Yes, exactly This is one that I caught a few fish on last week We may fish that Irish shrimp fly Eine irische Shrimp-Fliege Und der Fisch sieht die Farbe? Better than you and me Even the shade of colour can matter sometimes And the proportions are very important Die Proportion auch? It’s got a shorter front If the tail is too long, it doesn’t look natural in the water It imitates something like a shrimp Or Saloms eat krill in the ocean Ah, okay, diese kleinen So ein Shrimp ist aber auch was Gutes The salmon want’s to kill it Der Lachs ist ein Raubtier Dem ist’s dann wurscht, Hauptsache, es könnt leben Weil der Köder nur aus Federn und Faden besteht, wiegt er ja fast nix Die Fliege soll aber mitten rein in den Fluss Das ist quasi so, als wenn man versucht, einen Wattebausch 15 Meter weit zu werfen Nicht umsonst werden Fliegenfischer wie, ähm, wir so ein bisserl die Akrobaten unter den Anglern genannt Den Knoten abschlecken? – Ja Ah, dann rutscht er zusammen Da hängt er dann dran, der Salmon 20 Kilo, 20 pounds? It’s a 15 pounds line It should hold a 20 pound fish If you don’t play him too hard Okay 20 Kilo, 20 Pfund Irgendwas mit 20 halt Also Folgendes: Beim Fliegenfischen funktioniert diese sehr spezielle Wurftechnik wie bei einem Gummiband Man zieht und lässt schnalzen Die Rute lädt sich also durch das Gewicht der Schnur auf Und im richtigen Moment, am Ende des Vorschwungs, lässt der Angler los, und die Schnur flitzt nach vorne Mitten rein ins Glück Wenn ich doch nur schon so weit wär wie der Michael 1442000100031 * Musik * 1471080100031 1494400100031 Zur gleichen Zeit ein paar Kilometer flussabwärts

am Ridge Pool in Ballina 1518240100031 1534800100031 Sensationell! Ein guter Fisch Bis zu 125 Euro kostet die Lizenz für einen halben Tag Ohne Gewähr auf einen Fisch Wer tatsächlich einen Lachs fängt, darf ihn selbstverständlich behalten Die Markierung durch den Angler: Das blaue Band der irischen Fischereibehörde, für die auch Markus arbeitet Maximal 10 Wildlachse dürfen im Jahr pro Person gefangen werden 1589000100031 Solltest du jemals einen fangen, hab ich einen guten Tipp für dich Wir gehen nach Ballina zur Salmon Smokery, zu Clarkes Ja, auf jeden Fall schauen wir uns eine Räucherei an Und die spektakulärste Küstenstraße: den Wild Atlantik Way Und ich will natürlich meinen atlantischen Lachs fangen Mit dem feinsten aller Köder: der künstlichen Fliege Es ist noch so viel zu machen, die Woche ist ja noch längst nicht vorbei. Schmidt, gib nicht auf! Schnell, die Schnur straffer Ist schon weg – Nee, er ist noch dran Tatsächlich 1651440100031 Morgen geh ich allein Dann fang ich dich Ja, Schmidt, Petri Heil Untertitelung: BR 2020

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Die Lizenz zum Abheben: Abenteuer Heißluftballon | die nordstory | NDR Doku

Untertitel: Norddeutscher Rundfunk 2017 Was macht man am besten mit einem Traum? * Ruhige elektronische Klänge * * Ruhige elektronische Klänge mit Gitarrenzupfen * An einem Traum muss man festhalten! * Ruhige elektronische Klänge mit Gitarrenzupfen * Norman Koppermann möchte seit zwölf Jahren ein Ballonpilot werden Bislang läuft er als Verfolger hinterher * Epische mit Schlagzeug unterlegte Melodie * Einen Traum muss man ziehen lassen, wenn es noch nicht an der Zeit ist Aber man darf ihn niemals aus den Augen verlieren Seit Jahren möchte Conny Landsberger einen eigenen Ballon haben Einen Elvis-Ballon * Epische mit Schlagzeug unterlegte Melodie * Träumer muss man unterstützen Vielleicht, weil sie zielstrebiger sind als andere Thomas Oeding ist Luftfahrtunternehmer Und der Himmel ist sein Revier * Epische Geigenmusik * Ein Traum ist erst dann richtig gut, wenn er sich plötzlich in Luft auflöst Weil man ihm unglaublich nahe kommt Jetzt haben wir ‘ne leichte Böe Wie viel ist das geschätzt? Elf? Zehn Knoten? Da bist du sehr hoch Das sind keine fünf Knoten Und wenn du dahinten schaust Schau dir den Windsack an Der ist fast zusammengefallen Zehn Knoten sieht anders aus Dann hast du ‘ne andre Frisur. Okay Flugplatz Neumünster in Schleswig-Holstein Ausbildungsfahrt Gut ein Jahr wird die Schulung zum Piloten dauern 50 Starts und Landungen plus 20 Stunden effektive Fahrtzeit – die sind nötig, bevor es zur Prüfung geht Gäste dürfen nicht mit – aus Sicherheitsgründen Normi hört Sieben Bar. Sieben Bar? Was mein Heizungskeller alles schafft * Rauschen * Also sechseinhalb, wenn der nicht auf Null geht Meine sechste Fahrt ist das, ne? Die siebte. Die siebte wird’s Aber heute bin ich ein bisschen aufgeregt wieder Angst noch nicht so, weil ich weiß, dass Thomas hier ist Daher nimmt mir das noch die Angst Sonst hab ich mich zurückgehalten Jetzt auf einmal soll ich alles sagen und machen Aber ich hoffe, das wird noch mehr Norman ist aufgewachsen im brandenburgischen Wulfersdorf Der 30-jährige Tischler ist seit Jahren in Kiel Norman ist ein junger Mann, der sich Ziele steckt Dem vieles nicht gegeben ist, der sich viel erarbeiten muss Der sich mittlerweile viel zutraut Ich habe mir gesagt, dass er eine Chance verdient, seinen Traum zu verwirklichen Er möchte Pilot werden * Ruhige elektronische Klänge * Ab 50 Meter Höhe schaltet der Mensch auf Staunen um Er wird ruhig Das hat Thomas Oeding beobachtet, der Ex-Psychologiestudent Als Student brauchte ich Geld, habe alles selbst finanziert Über eine Studentenjobvermittlung kam ich zufällig zur Ballonfahrt Jetzt bin ich entspannt, zufrieden Beim Start bin ich immer aufgeregt

Bei Start und Landung können viele Fehler passieren Ich lass mich auch noch ablenken Nun müssen wir Ausbildung machen Wie nennt man die Höhe? Mindesthöhe über Land Sicherheitsmindesthöhe Über der Stadt 300 … Richtig Wir sind jetzt bei 230, also schon ein bisschen höher Ein Ballon lässt sich nicht steuern wie ein Flugzeug Nur steigen mit heißer Luft oder sinken mit kalter ist möglich Ich dreh mir den Ballon so hin, dass ich in Fahrtrichtung bin Das kann ich über die Schwarzleine machen, und einmal über die grüne Links und rechts rum Du solltest mal langsam runter. Ja Norman, wo willst du hin? Da heizt du genau im gleichen Intervall wie da Was passiert? Wir steigen wieder Jo! Wolltest du das? Nee Panik kriegt selten jemand an Bord Er macht gerade mit dir, was er will Seit mehr als 20 Jahren wird fliegendes Volk von Thomas beobachtet Unwohlsein * Rauschen * Wenn man vor Aufregung den ganzen Tag nichts zu sich nimmt Wenn im Ballon die Aufregung nicht nachlässt Da sind schon Mädels zusammengesackt Aber wir haben immer Bonbons dabei Dann stehen siewieder auf Wenn du noch lange rumdödelst: Da vorne kommt ‘ne Hochspannungsleitung Da fahren wir genau drauf zu * Rauschen * Jetzt kann man sehen, worum es geht, ne? Das war ein Abenteuer Das Bild musste ja auch freigegeben werden Das war schlimm Wo krieg ich ‘n Bild her? Da hab ich im Internet jemanden angeschrieben Die hat mir erzählt, dass man künstlerische Bilder von Elvis frei verwenden darf Aber die Bilder von Elvis selber sind unter Schutz Drauf malen, wäre erlaubt Im Wohnzimmer schlummern Entwürfe für Connys rosaroten Traum Das ist das Bild Wir brauchen ja Flyer zum Verteilen Vor Weihnachten und am 08.01 gingen wir in die Werbung Ich hatte mir einen Ballon ausgesucht, der 50.000 kosten sollte, aber leider ging das nicht Die Leute sind misstrauisch Ihren Traum ist sie wohl falsch angegangen Der Ballon – zu teuer, das Konzept war keines Crowdfunding – scheiterte Die Website für den Elvis-Ballon blieb Das ist von der Balloon-Szene Der gute Kontakt in die Szene auch Hier ist der Film. Mit Thomas Soll ich mal anmachen? Ja Ah, war ich da aufgeregt Das ist Conny. Das ist Thomas Conny fährt Brautpaare in diesem wunderschönen Cadillac durch die Landschaft Schleswig-Holsteins Und Thomas fährt mit dem Ballon im Himmel Ich fuhr mit Thomas am Himmel und habe geträumt und gedacht: Wie schön wäre es, wenn wir einen Elvis-Ballon hätten Ich habe Thomas das gleich erzählt Er war begeistert Bin ich immer noch Conny hat mehrere Baustellen Vor Jahren entdeckte sie in den Staaten diesen Plymouth Seitdem wartet er auf seine Bestimmung Geiles Teil Passt so richtig her. Auch zu mir Elvis-Musik hört sie gerne von Tom Miller, einem Interpreten aus Norderstedt Einer ihrer vielen Unterstützer, auf die der Funke überspringt, wenn Conny mal wieder was vorhat Ich hab schon mal, als ich mal keinen Freund hatte Jetzt hab ich ‘nen Mann – Gott sei Dank Da hab ich auch mal alleine geschraubt Reich ist Conny nicht Wenn einer käme, um den alten Plymouth zu kaufen, würde sie den wohl weggeben Den Motor würde sie behalten Dann hätt ich noch ‘n bisschen Geld für den Ballon Ich würde sagen bei 4000 Dafür geht er weg? Ja Wir kennen uns schon viele Jahre, haben viele gemeinsame Konzerte, viele Veranstaltungen machen dürfen Ich möchte Elvis nicht 1:1 kopieren Aber wir möchten mit dem Ballon ein Zeichen setzen, an die Elvis-Fans da draußen – um zu sagen, diese Musik war toll Elvis war toll und das ist ein saugeiles Projekt

Ein Ballon mit nur einem Zweck: Freude machen Aufgeben passt nicht zu Conny Das Ding ist noch nicht gegessen Das wird noch was Wenn nicht heute, dann in nächster Zeit Das wird was * Rauschen * Norman, jetzt nicht verkacken, die Nummer Also runter So. Die Richtung ist nicht so schön Zum Sonnenuntergang muss ein Ballon runter Ruhig … holla, holla Alles gut Seit Minuten nur sumpfige Wiesen oder Baumkronen in Sicht Dass die Lage brenzlig ist, erkennt man nicht sofort, aber nun hat der Chef übernommen * Flammenrauschen * * Flammenrauschen * Guck mal, da ist unsere Wiese Wie geil! Gelandet wird auch nach Gehör Weit voraussehen, können sie nicht Wenn ‘ne Straße zu hören ist: runter Es kommt eine Kreisstraße und der Feierabendverkehr * Rauschen * Halt die Autos mal weg! Wir sind ja da. Alles gut Hu hu! Norman, sehr gut. Pass auf, dass er nicht in den Stacheldraht fällt * Ruhige elektronische Klänge * Einen Traum muss man sich hart erkämpfen Und dranbleiben Immer dranbleiben * Motorrattern * * Motorrattern * * Motorrattern * * Motor springt an * Manchmal will er nicht so, man muss ihn überreden Christian Wöhlk ist der ruhige Pol in Connys Leben Vernarrt in Oldtimer ist er auch und wie man die in Schuss hält, weiß er Er hilft Conny in ihrer Event-Agentur Er fährt Brautpaare und wurde selbst zu Connys Bräutigam 2016 in Las Vegas! Wir haben uns auf ‘nem Oldtimertreffen kennengelernt Er ist so alt wie meine Kinder oder sagen wir mal, ein Jahr jünger Genau An Unterstützern mangelt es der 52-Jährigen nicht Seit Jahren an ihrer Seite – Fotograf Oliver Franke aus Kiel Er entwarf die ersten Werbeflyer für den Elvis-Ballon In einer Art Hoppla-Hopp-Aktion Denn Conny fiel erst im letzten Moment ein, dass Infomaterial ganz hübsch wäre Ihr Tempo braucht passende Beifahrer Die Motivation der Leute, die sich einen Ballon anschaffen ist: Sie bringen ‘ne Riesenwerbefläche in die Luft. Eben Das haben wir ja so nicht. Richtig Aber wir können ihnen ja einen Werbebanner anbieten Für ihre Werbung Auch das wieder ‘ne technische Frage Ich weiß, dass man Banner auch an die Ballone irgendwie heften kann Und sie wieder wechseln kann Das sollte wohl möglich sein Auch nicht schlecht Licht und Schatten, Inszenierung und Reportage sind seine künstlerische Spezialität Vor etwa zehn Jahren fotografierte er zufällig die ersten Ballon-Meetings während der Kieler Woche Seitdem hat ihn das Ballonfieber gepackt Das ist ja auch das Titelmotiv Ich wusste nicht, was mich erwartet Als ich dann anfing, dort mitzumachen Die zwischenmenschlichen Beziehungen und die netten Bekanntschaften – die haben mich dort gehalten Wir waren dann vor fünf Jahren im Yukon Sind mit sechs Balloon-Teams im Yukon unterwegs gewesen, was ich porträtiert habe Das war eines der größten und spannendsten Abenteuer, die ich erlebt hab Seine Bilder und Bücher haben eine eigene Dynamik und der Szene eine besondere Kraft gegeben Seiteneinsteigerin Conny gehört mittlerweile dazu Ich würde sie nie in ihren Träumen bremsen wollen Das fände ich schrecklich Ich würde versuchen, sie zu unterstützen

Und mach mir dann meine eigenen Gedanken dazu Im Endeffekt möchte ich immer Lösungen präsentieren Dafür hab ich in Bezug auf Connys Idee auch schon ‘ne Idee, die man vielleicht umsetzen könnte * Uhrticken und elektronische Klänge * Luftrecht Meteorologie Aerostatik Verhaltenslehre bei Unfällen, allgemeine Luftfahrzeugtechnik 60 Stunden Unterricht – und dann: lernen, lernen, lernen * Uhrticken * “Der nördliche und der südliche Wendekreis sind Breitenkreise Welche Eigenschaften haben sie?” Ähhhh Sie liegen 53 23,5 vom Äquator … entfernt Die Sonne ändert hier scheinbar ihre Bewegungsrichtung Das ist richtig Ja Normans Frau Steffi ist weg, wenn er lernt, Norman braucht Ruhe Seit drei Wochen jeden Tag Jeden Abend drei bis vier Stunden Und gestern hab ich um halb zwölf angefangen, bis um halb sechs – abends Also durchgelernt 30 Minuten Pause zwischendurch Und die ganze Woche – jeden Abend zwei bis drei Stunden Die Fragen, die ich ständig falsch habe, wo ich mich ärger, die schreib ich auf Die nehm ich dann überall mithin Mit zur Arbeit Dann lese ich sie mir in der Pause durch Ich schreib auf die Rückseite die Antworten, auf die Vorderseite die Frage Dann versuch ich, die zu beantworten * Uhrticken und elektronische Klänge * Thomas hat einen TÜV-Termin für zwei Ballone in Lübeck Der große grüne hat ein Loch Der Ausbildungsballon hat wahrscheinlich nichts Auto ist einfach Da fahre ich zur Werkstatt meines Vertrauens, gebe den ab und sage: Mach mal Aber hier ist ‘ne andere Situation, weil die Kosten schnell mal explodieren können Einmal pro Jahr muss ein Heißluftballon zum TÜV Etwa 20 Prüfer sind dafür bundesweit aktiv Wie Frank Zinkler von “Geo – Die Luftwerker” Bei neueren Ballonen ist es zum Beispiel so, dass man die Festigkeit des Stoffes noch nicht prüft Wenn eine gewisse Stundenzahl erreicht ist, ist’s vorgeschrieben * Schnelle Rockmusik * Hier kann man das schön sehen Ich nehm mal diese Matte raus * Schnelle Rockmusik * * Rauschen * * Zischen * Wenn der Karabiner eingekerbt ist, kann man sagen: “Mensch, guck mal, das ist doch noch nicht so schlimm.” Manchmal kommt vom Kunden: “Ich hab noch einen zu Hause.” Dann sag ich: Hättest du den mal mitgebracht.” Aber wir lassen uns da – das ist alles sicherheitsrelevant Wenn das nicht in Ordnung ist, wird das getauscht Dann kann er das versuchen, aber das machen wir nicht Es geht um die Sicherheit von Pilot und Passagieren Herr Meyknecht und ich, wir unterschreiben dafür Wenn’s nicht okay ist, klopfen sie bei uns an Kostenvoranschlag Ja, das ist klar Du siehst selber Wir haben in den letzten Jahren versucht, das abzudecken Aber nun ist’s nicht mehr zu vertreten Das kannste vergessen In dem Atemzug kannst du auch Das machen wir zuerst Wir nehmen’s auf und gucken es uns an Ich zeig dir das gleich mal an dem Seil, was ich liegen hab Nicht das wir anfangen und dann sagen müssen: Nee, das lohnt nicht mehr Ich hol mal die Seile Wie? Das lohnt nicht mehr? Das kleine Loch im grünen Ballon wird etwa 450 Euro verschlingen

Muss man was riechen? Nein, ich prüf einfach die Porosität des Stoffes Wenn ich durch den Stoff durchatmen kann, dann weiß ich, dass er nicht mehr dicht ist Er verliert dann auch irgendwann seine Festigkeit Deswegen probiere ich das mit dem Daumen Über die Jahre hat man auch so seine Erfahrung, bei welchen Stoffen oder wo man drauf achten muss Aber hier ist alles im grünen Bereich Die Überraschung lauert am Rande: Der zweite Ballon, der Ausbildungsballon, ist hinüber Total-Ausfall Lange Gesichter filmt man nicht Das ist ein Problem für Normans Ausbildung: Sein Fahrzeug ist weg * Uhrticken * Noch ein paar Tage bis zur Prüfung Manche sagen, eine Ballonprüfung sei so schwer wie ein Jagdschein Ick bin kein Lerntyp Jetzt geht’s wieder Ich hab mich reingefuchst Aber ich hab früher in der Schule nie gerne gelernt Aber jetzt macht mir das echt Spaß Jetzt weiß ich: Ist ja für mich Umso näher der Tag kommt, umso nervöser werde ich auch * “Always On My Mind” vom Elvis-Imitator * Tom Miller singt für einen Brotladen in Neumünster Und Conny nutzt die Gunst der Stunde für ihre Angelegenheit Fans, besser noch Sponsoren sammeln für den Elvis-Ballon Vor lauter Begeisterung hat sie Flyer, Infomaterial, Werbeballons zu Hause gelassen Aber sie hat ja Christian Der ist noch mal los und holt ein, was unters Volk soll Sie macht das, was sie am besten kann: begeistern Das ist dein Ballon? Ja Den kann man buchen? Genau Aber wenn ihr den jetzt mit eurem Namen und Logo Bedrucken? Sponsert Wenn der Elvis-Kopf drauf ist Passt ja! Brot-Rock und Elvis Ja, da hast du recht Dann seid ihr beteiligt Dann wärt ihr die Sponsoren Liebe Conny Das ist Conny Landsberger Conny ist bekannt für ihre Oldtimer im ganzen Norden Wir sind eifrig dabei, Leute zu finden, die Lust haben, dieses Projekt mit zu begleiten und zu unterstützen Und wenn Sie möchten, sprechen Sie die kleine Dame an Sie steht Ihnen Rede und Antwort Mit Werbematerial bringen Christian und Conny ihre Botschaft unters Volk Sie haben sich entschieden, statt eines 50.000-Euro-Ballons ein kleineres Modell zu wählen Einen ferngesteuerten Heißluftballon, der nur etwa 5000 Euro kostet Trotzdem bestens geeignet für Werbezwecke aller Art Eine Idee von Connys Unterstützern An diesem Abend sind die Neumünsteraner auch mit Luftballons zufrieden * Chuck Berry: “Johnny B. Goode” * Thomas braucht dringend einen neuen Ausbildungsballon Eine Katastrophe, dass ausgerechnet seiner durch den TÜV gefallen ist 14 Kilo auf einen Quadratzentimeter muss der Stoff aushalten Wenn er das nicht tut, dann ist er zu ersetzen Und wir haben das großflächig gemessen Und beschlossen, dass eine Reparatur in dem Ausmaß nicht sinnvoll ist Das ist jetzt ein Problem Wir sind mitten in der Schulung und haben keine Hülle zur Verfügung Ich suche eigentlich einen Ballon in der Größe, der auch zuvor Ausbildungsballon war Sprich 3400 Kubikmeter, Pilot plus vier maximal Darauf hat er auch jetzt schon zehn Stunden geschult Das muss in der Größe weitergehen Gesucht wird in Ballonbörsen Dieser gelbe ist Favorit Einen Werbevertrag gibt es nicht, das macht ihn teuer für Thomas Da macht sich die ein oder andere Bakterie über den Stoff her Hast ihn? Pilot Hinni Fiedler hat eine Ersatzhülle vorbeigebracht Es hat sich herumgesprochen, dass Thomas Hilfe braucht Er muss im Prüfungszeitplan bleiben Die nächste Ausbildungsstation: die Alpen – ein fester Termin Jeder hat die Chance, mal ins Klo zu greifen

Ich finde es ganz wichtig, dass man sich austauscht Da sind wir hier vor Ort ein sympathischer Freundeskreis von Ballonfahrern und Ballonpiloten Da ist man aufrecht zueinander Wir haben ‘ne herzliche Beziehung Trotzdem müsste auch seine Hülle erst angemeldet werden Das dauert Also: ohne Schulungsballon in die Alpen * Ruhige mystische Klänge * * Klappernde Klänge * * Mystische dunklere Töne * * Ruhige mystische Klänge * * Höhere mystische Töne mit klappernden Tönen * Österreich Internationales Ballonfahrer-Meeting am Walchsee, Kaiserwinkl Vielleicht war es der Stress bei der Suche nach einem Ausbildungsballon: Die nächste Panne ist da Das Flugtauglichkeitszeugnis von Pilot Thomas ist abgelaufen Fahrverbot Nur noch Beifahren ist erlaubt für den Gesellen und seinen Meister Thomas nimmt es mit Humor: Er weiß, welche Papiere nötig sind, um in einen Ballon einsteigen zu dürfen Da hätte er sagen können, dass mein Medical abgelaufen ist Der Kieler Pilot Jens Rönnfeld hilft und nimmt die beiden mit Die Ausbildung kann weitergehen Norman hat also zwei Piloten, die sich um ihn kümmern Norman, kannst du gut sehen? Ja Ist ‘n Traum, oder? * Rauschen * Das Fahren in unterschiedlichen Temperaturzonen ist Pflicht für Pilotenanwärter Das ist jetzt der Bergwind Vom Berg kommend Da fallen die kälteren Luftmassen ins Tal hinein und fließen abwärts Das hört irgendwann auf und vielleicht einen gegenteiligen Effekt bringen Nämlich den Talwind Der lässt uns möglicherweise sogar in entgegengesetzte Richtung fahren Wir sind schon wieder da Wir werden flacher Wir wollen runter. Rot-weiße Leine Zieh mal etwas raus So wie ich hoffentlich auch eine gewisse Ruhe ausstrahle, das versuche ich Norman beizubringen Er soll sein Handwerk so gut können, dass er sich sicher fühlt Dann strahlt er auch ‘ne Ruhe gegenüber den Gästen aus Einmal auf den See aufsetzen Aber sanft * Rauschen * Vorsicht Wir werden gleich aufstoßen Aufstoßen? * Rauschen * Du bist auch so ‘n Aufstoßer Ja, wunderbar Ein Abdruck im Walchsee Ein norddeutscher Korb-Print Cool, Baby Schön, Normi Kannst bei der Post anfangen Anlecken Ja, super! Es ist relativ offensichtlich, wenn man ihn erlebt, sag ich mal, drückt sich ein Abiturient anders aus Er hat eine einfache Schulbildung und hatte keine leichte Kindheit Ich finde es bemerkenswert, dass er dann diesen Weg geht Ich empfinde das als eine Charakterstärke Das ist ein großes Kriterium für mich und im Allgemeinen für Piloten * Ruhige mystische Klänge * In diesen Breitengraden entstand vor zwölf Jahren der Wunsch, ein Ballonfestival auch mal im hohen Norden zu machen: Zur Kieler Woche Hier ist der Geburtsort der Balloon Sail * Ruhige mystische Klänge und Stimmengewirr * Wir müssen das mal in Kiel machen

Irmi, wir wollen das mal in Kiel machen. * Gelächter * Da hat sie gesagt: Lernt erst mal Ballonfahren, dann könnt ihr ein Festival machen Mittlerweile geht’s schon, gell? Ja * Gelächter und Stimmengewirr * Thomas wird der Jopi Hesters der Ballonfahrer Geht noch, geht noch Ein paar Tage lang treffen sich 50 Ballon-Crews aus aller Welt zu Starts in den Bergen Getankt wird abseits der öffentlichen Wege Stickstoff muss zugesetzt werden – die Temperaturen erfordern das Probleme mit starkem Wind gibt es in den Höhen für die Piloten selten Nebel ist eher ein Thema Ein Intensivkurs in Theorie und Praxis für Norman Wir brauchen einen Mindestdruck von zwei bis drei Das ist der Mindestdruck Am besten sind sechs bis acht Bar Deswegen sticken wir den jetzt, um den Druck zu erhöhen. Stickstoff Gaslehre muss er gut können Handschuhe anhaben und nicht im Korb rauchen Bist du Raucher? Nein Wenn das Wetter einen Start nicht zulässt, schicken die Piloten Ballonazubi Norman in neue Bewährungsproben In eine Kindergartengruppe – Norman soll Auftrittsverhalten üben Man schließt seine Flaschen an Probiert die Brenner aus, wie viel Bar man hat Und hier ist das: Wir haben hier ‘ne sehr kalte Luft Hier muss man besticken vorher Wir brauchen einen Mindestdruck von zwei bis drei Bar Die Kinder sind fasziniert Für sie hat Norman bestanden Details interessieren hier nicht * Kinderstimmengwirr * (Alle) Cheese! * Ruhige Musik * Ich finde es sehr schön hier, ganz andere Wetterbedingungen Auch wegen den Hügeln, den Bergen Es ist ein anderes Ballonfahren als in Kiel Ricardo, Moin! Mallorca Private Wettfahrt mit einem Ballon-Team aus Spanien Ideal für Prüfungsfragen Wer von uns beiden hätte Vorfahrt? Er oder ich? Wir Wir? Wir sind höher. Nee. Unten Unten hat Vorfahrt Weil er mich von unten nicht sehen kann Ich hab von oben den Überblick Ich muss ihm ausweichen Aber Vorfahrtsregeln musste noch üben, ne? Ja. Aber das weiß ich jetzt Vorsicht bei der Landung, locker in die Knie gehen Verschiedene Piloten, unterschiedliche Arbeitsweisen Das Material- und Ausbildungspech entpuppt sich für Norman als Chance, mehr Fahrstile kennenzulernen Ich werde jetzt bei diesem Wind, und hier ist ‘ne ordentliche Düse, nicht wieder aufsteigen Ich habe keinen Weg gesehen, wo man mit dem Auto ran könnte Aber ich schätze mal, wenn man mit dem Fuß reingeht, dann wird man schon 40-50 Zentimeter einsinken In Schweiß kommen die Verfolger Der Ballon muss gerade so vom Piloten schwebend über dem Boden gehalten werden Der Rest ist dann: Schieben, ziehen, drücken, tragen Schön, wenn man irgendwann Pilot ist * Leise Klänge * Prima. Ganz großes Kino. Leute * Leise Klänge * * Musik: Elvis Presley *

Es hätte so ein schöner Tag werden können Conny wollte mit Elvis-Sänger Tom Miller auf Sponsorenfang Aber der hat kurzfristig abgesagt Krank geworden Ich bin ja nicht der Typ, der sagt: Geld spielt für mich als Erstes ‘ne Rolle Für mich spielt Spaß, Freude, Menschen etwas Schönes zeigen Das ist eigentlich mein Ding In der Nähe von Kiel hat sie ihre heilige Halle Mit ihren alten Schätzen Ein langer Weg bis hierhin Conny kam der Liebe wegen in den Norden Schlug sich als Floristin durch, als Kinderfrau Und folgte immer – dem Spaßfaktor, dem Bauchgefühl Auch wenn das nie Geld in ihr Leben gespült hat Heute wieder: angezogene Handbremse in Sachen Elvis-Ballon Conny überlegt, den kleinen Ballon notfalls selbst zu finanzieren Ja, hallo. Conny Landsberger Herr Kalinowski, ich hatte Sie letzte Woche gebeten, für die Vorbereitung, Tom Miller und den Auftritt Strom zu legen und so Ich muss leider absagen Tom ist erkrankt Okay. Tschüss So, der sagt allen Bescheid Dunkle Seiten? Also, na ja Mich hat das schon mitgenommen, dass ich nach einiger Zeit von meinem Ex-Mann verlassen wurde Das hat Zeit gekostet, bis ich da wieder rauskam, aus dieser dunklen Seite – das war richtig schwierig Aber man kann das nicht ändern Und es kommen ja immer wieder schöne Sachen Und ich bin positiv, finde immer Freude an allem Das ist das Wichtigste Die, die sie ansteckt mit ihrem Esprit, nehmen Wege auf sich Tom Stricker ist Luftfahrtunternehmer aus Hamburg Die Idee vom kleinen, ferngesteuerten Ballon gefällt ihm Der Vorteil ist: Sie ist nicht gebremst durch irgendwelche Auflagen Sie akzeptiert das nicht Ein anderer Vorteil ist, dass sie aus meiner Sicht die Dinge, die sie interessieren, nahezu zu 100 % umgesetzt hat Das ist auch der Grund, warum ich nach langem hin und her immer wieder reingrätsche und sage: Conny, sortier dich! Mach ‘n Konzept Ich helf dir dabei Ich komme von der betriebswirtschaftlichen Seite und kann das Ganze vielleicht strukturierter begleiten Aber eigentlich denkt er größer und schlägt einen Zweisitzer vor Mit sich selbst als Piloten Hamburg Behörde für Wirtschaft und Verkehr Theoretische Prüfung * Musik und Ticken der Uhr * Normans schwangere Frau Steffi ist mit Er sucht die Blicke Aber will trotzdem mehr auf Abstand Seine Ruhe haben, in sich gekehrt ist er Fünfeinhalb Stunden für 215 Fragen Ansonsten können Sie auch rausgehen zwischen den Fächern Damit nicht der Eindruck entsteht, dass gemogelt wird Viel Erfolg. Toi, toi, toi Sie sind gut vorbereitet, alle aufgeregt Das ist auch wichtig – und dann klappt das Norman ist aufgeregt und nervös seit gestern Abend Da saß er schon wild, oben hat er noch gelernt Dann kam er runter und sagte, er ist nicht gut vorbereitet Ich hab ihn bestärkt und sagte, er ist total gut vorbereitet Auf der Hinfahrt hat er auch noch gelernt und geschlafen Und ja, mal gucken Die meisten Pilotenanwärter haben Abitur oder Examen Norman hat Hauptschulabschluss Mindestens 75 % aller Fragen muss er richtig beantworten Norman gibt als Erster ab, nach weniger als drei Stunden

Herr Koppermann, theoretisch können Sie Ballon fahren Herzlichen Glückwunsch. Danke schön Viel Spaß bei der praktischen Ausbildung und viel Erfolg Glück ab und gut Land, sagt man in der Ballonfahrer-Szene Geschafft! Geschafft! Jetzt bin ich aber erleichtert Ich hab bestanden Ja, danke Oh, endlich ey Jetzt ist mir ‘n Stein vom Herzen gefallen Thomas hat sich auch gefreut Was machst du jetzt? Babyklamotten shoppen Die Freiwillige Feuerwehr Bordesholm hat eine Ballonfahrt gebucht Nur eine Auswahl an Kameraden kann in den Korb Begleitet wird die von der ganzen Truppe Thomas hat wieder einen Ausbildungsballon Der ist von den Behörden noch nicht freigegeben Das ist ‘n Riesenthema, wir kommen mit der Ausbildung nicht weiter Er kann sich in solchen Situation üben im Umgang mit Passagieren Aber das eigentliche Fahren findet im Moment nicht statt Weil die Behördenmühlen da sehr langsam mahlen Muss ich nicht weiter erläutern Wir kommen langsam in Zeitdruck, wenn wir noch acht bis zehn Stunden Ausbildungsfahrten durchziehen wollen Dann wird’s eng bis zur Kieler Woche und zur Balloon Sail Da soll ja die Prüfung stattfinden Er ist berufstätig Er kann nicht jeden Tag In der Woche morgens hab ich viel Zeit, aber er nicht Oder es konzentriert sich aufs Wochenende Die Abendfahrten muss ich Geld verdienen Norman ist heute wieder – Verfolger Wenn die Mitfahrer dichter kommen Kann passieren, dass der Korb nach rechts und links geht Vorsicht mit den Füßen da Die, die nachher mitfahren: Außen stehen und drücken Es ist wichtig, dass ich in den Hintergrund trete Wenn ich immer hinter ihm stehe, würde ihn das nervös machen Er soll eigenständig und verantwortlich handeln Er soll sich nur nicht festsabbeln Er feiert sich so ‘n bisschen Die Feuerwehrleute sind gerade im Begriff, abzuheben, da fliegt ihren Kameraden etwas zu Es beginnt ein kleines Dilemma Der Alarm ist eindeutig unten Am Boden retten sie jetzt eine Kamera-Drohne Mit Leiterwagen und allem drum und dran Traumeinsatz für die Feuerwehrleute, die hier eigentlich heute das große Nachsehen gehabt hätten Norman behält seinen Traum vom Pilotenschein fest im Blick Für die Zeit der Balloon Sail hat er schon Urlaub eingereicht Norman steuert gefühlt auf Endspurt * Ruhige Musik * Am Ende der Feuerwehrfahrt: die traditionelle Ballonfahrertaufe In der alten Rollenverteilung: Pilot Thomas, Verfolger Norman Sie sind ein eingespieltes Team * Jubel * 250 Quadratmeter Stoff Vier Zuschneider, eine Näherin 1200 laufende Meter Garn Der Elvis-Ballon geht bei Robert Meyknecht in Lübeck in Produktion

Aber da stimmt was nicht Manchmal gibt’s beim Digitaldruck Probleme Irgendwas passt nicht richtig oder es wird über die Stoffkante hinausgedruckt Dann müssen diese Bahnen erneut gedruckt werden Dann werden wir in 30 Minuten die fehlenden Bahnen bekommen Dann werden die Bahnen dran genäht, zugeschnitten und angenäht Conny hat bislang keine Sponsoren gefunden Das sind doch deine Farben. Ja Sie zahlt erst mal selbst Die Korrekturbahnen sind da Neues Problem! Die Länge stimmt nicht Die neuen Bahnen sind zwei Zentimeter zu kurz Jetzt muss man improvisieren Zum Schluss kommt das Gesamtbild raus Das ist ein Stoff, der mit uns arbeitet Dementsprechend entstehen solche Probleme halt Bei den Luftwerkern haben sie schon andere Formen an den Start gebracht Den Versatz wird keiner merken Das Antlitz von Elvis wird nicht mal tangiert Mal gucken, ob ich was in Pink finde Ist ja erst mal nur weiß Conny sammelt Souvenirs für künftige Sponsoren Und Elvis – lebt Die Farbe, das leichte Rot, ist nicht Elvis’ Gesichtsfarbe, sondern da kommt die Farbe des drunter liegenden Stoffes durch Kann man ihn erkennen? Ja, ne? Ich hab davon berichtet, dass Ballonfahrer teilweise eitle Menschen sind Und was machen die? Die schmücken sich Thomas hat unter seinem Ausbilder gelitten Ein arroganter Vertreter der üblen Art, sagt er Am Anfang waren es die Aristokraten, die Gasballonfahrer waren Die haben dann wiederum die Heißluftballonfahrer in den Anfängen ausgebildet So wurde eine gewisse Eitelkeit mitgetragen Mein damaliger Chef – da wohl ‘ne Ausnahmeerscheinung war Also im Positiven, weil er erfahren war Auch in extreme Situationen hineingegangen ist Davon habe ich gelernt, was man nicht machen sollte Oder was man vielleicht gerade noch verantworten kann Aber viel wichtiger ist es für mich immer gewesen, dass man menschlich miteinander auskommt Und wenn das dann zur falschen Seite schwappt, dann hab ich da ‘n Problem mit Weltweit ist er unterwegs gewesen Steuerte schwierige Ballon-Formen Die Trophäen liegen in einer Schatztruhe Hier war ich mit dem Ottifanten in Alvacurkey Da hat jede Sonderform so einen Silberdollar bekommen Da ist sogar der Ottifant drauf – mehr Ehre kann man nicht haben Als Ballon-Fuzzi Kurz vor der Eröffnung der Balloon Sail in Kiel Conny hält es nicht mehr aus Abseits der Öffentlichkeit muss sie ihren Elvis-Ballon zum ersten Mal an den Himmel bringen Jupp Hein hilft bei der technischen Einweisung Ihr Mann Christian soll Fernsteuerpilot werden Juhuuuu! Ist das toll. Absolut Ich bin sprachlos Selten, aber ich bin sprachlos Die Piloten hält es nun auch nicht mehr Premiere eines erfüllten Traumes Ein weißer Elvis-Ballon Mein Traum! Wenn ich das schaffe, kriege ich ‘nen Kniefall Hätte ich nie gedacht, weil Conny nicht aus dieser Szene kommt Die ist ‘ne durchgeknallte Cadillac-Fahrerin Aber keine Ballönerin Chapeau, Chapeau, Chapeau Mit dem kleinen Ballon will Conny für den großen werben Für den Zweisitzer Also: weiterträumen Eine Wackelpartie ist die Balloon Sail Nur durch Sponsoren und Ehrenamtliche getragen Jedes Jahr zittern die Organisatoren, Thomas Oeding und Christioph Laloi, ob es einen Startschuss gibt Dieses Jahr sprang auf den letzten Drücker ein neuer Hauptsponsor ein – fast 10.000 Gäste werden erwartet Dort bauen wir das Heuzelt auf, wo Kinder spielen können Dann haben wir den Riesensandkasten gebaut Wir haben das Problem, aus der Wiese eine Stadt zu machen Wir haben auch immer das luftrechtliche Programm zu wuppen Was vernünftig funktionieren muss, keine Unfälle, kein Stress mit Landwirten bei den Landungen Norman hilft anderen bei der Erfüllung ihres kurzen Traumes:

Einmal abheben. Und ab Kranhöhe die innere Ruhe finden, über Kiel * Ruhige, entspannende Musik * * Musik: Elvis Presley * Ihr Einsatz hat Kultstatus Conny organisiert den Oldtimer-Corso während der Balloon Sail Das macht sie mittlerweile aus dem Handgelenk Etwa 150 alte Autos drehen wie von der Schnur gezogen ihre Kreise durch die Kieler Woche Und ködern ihrerseits Gäste zum Nordmarksportfeld, wo Ballone und ihre Piloten zehn Tage ihre Szene haben * Musik: Elvis Presley * Die Krönung des rosaroten Traumes: offizielle Taufe vom Elvis Ballon Wer ist das? (Alle) Elvis! Das ist der Taufpate Und Olli Franke ist der, der hier mit den Kameras rumläuft Etwas viel Wind für eine Feuerprobe Tuchfühlung haben so alle, die dabei waren, als der King seinen wohl weltweit ersten Ballon bekommt * Kindergeschrei * Conny, ich wünsche euch alles Gute Allzeit Glück auf und gut Land So, Achtung! Das machste gut Ein Traum muss sich entwickeln dürfen Dann setzt er Energien frei Nie hätte Conny gedacht, dass ihr Elvis Ballon mal beim Night Glow glüht Dass Christian der Mann am Brenner wird und ihn in der Hand hat mit einer Fernsteuerung * Ruhige, mystische Musik * Endlich, der gelbe Ausbildungsballon ist klar Ein Traum kann tragen, wenn man ihm vertraut Und ihm während seiner Erfüllung noch die schönen Seiten abgewinnt * Rauschen * Wir hatten schon zwei bis drei Morgenfahrten Da hatte er Probleme mit dem Aufschwimmen auf die kalte Luft Das hat er sehr gut gemacht Prüfungsfit, würde ich sagen Wir versuchen, hier zu landen in Wahlstorf * (Funk) Ja, verstanden. * * Rauschen * Endlandung * (Funk) Tu dir einen Gefallen und geh da nicht runter. * * Der Landwirt da ist auf Krawall gebürstet. * Wieder durchstarten Um Himmels willen – Frieden auf Erden Das ist den Piloten wichtig

Keine großen Flurschäden Wenn wir beiden allein im Korb sind, das sind diese wunderschönen Morgenfahrten Das ist schon was Besonderes Dann kann ich auch wieder Kind sein und wilde Sau spielen mit dem Ballon Nämlich Kontur fahren und all die kleinen Spielchen, die man machen kann, die mit Passagieren nicht gehen Da bin ich doch wieder ‘n kleiner Junge, was das betrifft Das macht dann Spaß Einmal noch gegenheizen. * Rauschen* Landehaltung Achtung, das rummst! Oh, wieder so brutal Aua … Norman! Zieh! Zieh! Zieh! Juchu! Was machst du denn, du sollst aufziehen, Junge Zieh, Norman Du sollst aufziehen Zieh auf, verdammt Was machst du hier mit mir? Du musst die ganze Zeit ziehen Das schließt sich wieder. Ja Das trau ich mir zu So ‘ne Morgenfahrt mach ich locker Alle sind sie heile Sierra Mike. Sierra Echo Wir sind nicht in Hannover, aber in Berlin Da haben wir? Zwo, sechs, links Pauken für das Sprechfunkzeugnis Neu für Ballon-Piloten Egal, ob sie jemals auf einem internationalen Flughafen landen Die Fremdsprache mit dem Tower gehört dazu Norman sagt – der schwerste Teil der Ausbildung Zwo, sieben … Zwo, sechs, links Delta Ekko Pappa Pappa Lima Rufen Sie Turm. 1, 4, 5, 2 5 Guten Flug Die Luft ist raus Die Balloon Sail beendet Norman ist nicht Pilot Die Prüfung hat nicht stattgefunden Der Zeitfaktor hat uns in den Arsch getreten Erst mal war der Ausbildungsballon im Arsch Das kostete uns zweieinhalb Monate Dann dein Antrag Musstest ja noch Sachen besorgen Und auf die letzten Meter hat noch das Wetter dazwischengefunkt Der Prüfer war die ganze Zeit Stand-by Jetzt müsste er extra wieder anreisen Oder sie müssten nach Braunschweig Norman kriegt aber keinen Urlaub mehr Katerstimmung Wir müssen schauen Normi – du machst das gut Hab ich gelernt, man muss Schüler auch loben Ich hatte ja ‘nen guten Lehrer Ach, übrigens: Conny hat ihren schrottigen Plymouth verkauft Und ist damit ihrem großen Ballon ein Stück näher Norman wartet noch immer auf seinen Prüfungstermin Aber: Er ist Papa geworden Ein kleines Mädchen namens Amy Die wird bestimmt mal Pilotin! Träume hält man am besten immer ganz hoch Copyright Untertitel: NDR 2017

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Bange machen gilt nich (t) – Teil 4 – Ein Fahrrad-Abenteuer

kleine und große fahrrad-abenteuer guten morgen meine lieben frischluftfreundinnen und frischluftfreunde es ist extrem warm hier … das bin ich gar nicht gewohnt morgens schon so warm … das ist ja der hammer das ist so als wenn man irgendwo in kroatien auf dem campingplatz morgens aufsteht … so warm ist das hier schon das war gestern noch eine mördertortur mit dem umweg und … aber ich hatte keine höhenmeter im gegensatz zu heute heute habe ich um die 1600 höhenmeter es geht das murgtal hoch die ganzen begriffe die werden euch jetzt bekannt vorkommen, die ortsnamen und … hier vorne habe ich jetzt einen lidl … hier kann ich mich jetzt stärken und schön einkaufen und meine etappe die hat heute … ich weiß gar nicht was mich da geritten hat, aber ich habe wahrscheinlich keinen campingplatz gefunden ich habe die auf 138 km gesteckt … das schaffe ich niemals bei 1600 höhenmetern … da werde ich auf jeden fall abkürzen ich habe auch andere strecken, da habe ich nur 97 km, da schaffe ich dann wahrscheinlich ein bisschen mehr und kann da wieder was rausfahren … so dass ich gut im schnitt bleibe ich würde mich freuen wenn ihr mich wieder begleiten würdet durch das schöne murgtal … auf geht`s campingplatz freyersee war das … 13,50 € mit allem heute habe ich es ja nicht weit … jetzt werde ich mich erstmal stärken hier gestartet bin ich bei 368 km bevor ich aber ins murgtal komme, komme ich zuerst noch durch karlsruhe da habe ich die tour mittendurch gelegt weil in der mitte von karlsruhe das schloss liegt … das wollte ich mir mal angucken was heißt angucken? … ich wollte da mal vorbeifahren, sagen wir es mal so das wetter sieht heute so schlecht nicht aus … heute nacht hat es geregnet und es sind jetzt 20 grad aber es ist schwül dabei eigentlich ganz angenehm zum radeln, solange man fahrtwind hat ab und zu mal was blaues jetzt bin ich hier in graben-neudorf

da hinten sehen wir einen höhenzug … das ist der pfälzer wald jetzt kommt es mir so vor als wenn ich hier in ein gebiet käme, wo es nicht so dicht besiedelt ist zuletzt hatte ich ja immer ortschaft an ortschaft und da hatte ich auch viel asphalt, viele wurzelwege ich denke mal … hier kann ich mich mal ein bisschen erholen von dem stadtstress und wenn ich hier so radele, dann denke ich auch schon mal darüber nach, was ab und zu in den kommentaren geschrieben wird daraus lerne ich ja auch ich neige zum beispiel dazu, immer im großen gang zu fahren und das bringt natürlich dann irgendwann so einen kniedruckschmerz mit sich da habe ich mich gerade zurückerinnert und habe jetzt einfach meine trittfrequenz erhöht und dadurch kann ich das knie oder die knie doch ziemlich entlasten also, das hilft auch immer diese kommentare wenn man das auch direkt nicht verinnerlicht, aber irgendwann … aha, da war doch was dann erinnert man sich daran zurück und das ist gut herrlich kühle luft hier im wald … das genieße ich gerade richtig hier geht es auch endlos geradeaus ja, mein letzter campingplatz in philippsburg, der lag jetzt nicht so ideal auf der südlichen route als ich das geplant habe, musste ich natürlich gucken … wo sind campingplätze und deswegen kann das sein, dass ich da schon mal ab und zu von der südlichen route abgekommen bin wenn ich es genau nehmen würde, dürfte ich jetzt nicht durch das ist natürlich was anderes so eine strecke zu fahren, wo man richtig kilometer schafft wie in so einer stadt … und dann immer um die wohnsiedlungen rum … um alle ecken … alle gassen … alle winkel hier schafft man richtig strecke ich bin auf dem radfernweg rastatt – karlsruhe fast 400 kilometer somit 32 kilometer gefahren um 10:20 uhr und jetzt nähern wir uns deutschlands fahrrad-hauptstadt Nummer 1 ich lasse mich überraschen ja, gut gelöst … hier kann man relativ sicher fahrrad fahren … im innenstadtbereich alles fahrradstraße fahrräder haben vorrang, fahren auch in der mitte und wer mit dem auto unbedingt in die innenstadt muss, muss halt hinter den fahrrädern bleiben

das finde ich gut gelöst jetzt komme ich hier schon wieder aus der innenstadt raus, obwohl hier ein ortsschild steht jetzt “karlsruhe” und es geht hier auch wunderbar … keine nervigen fußgängerampeln sondern für den autofahrer steht da radfahrer kreuzen mit einem gelben warnblinklicht und dann ist freie fahrt geboten hier … also ganz klasse jetzt komme ich nach ettlingen … es geht hier bergauf mittlerweile hat sich das wetter zum bilderbuchwetter gewandelt und ich glaube es geht heute an 34 grad hier geht es auch immer ziemlich bergan aber das ist eines von diesen stücken … sieht berghoch aus, läuft aber gut läuft verdammt gut hier rauf jetzt nach 420 km fliegt mir die kette ab das tut sie aber immer weil dann ist die irgendwie so verdreckt, dann läuft die nicht mehr richtig … die muss ich jetzt sauber machen … normalerweise mache ich das alle 300 kilometer … ich habe es verpasst diese kleine pause, die kam jetzt gerade richtig vor diesem berg hier ich schiebe jetzt um strom zu sparen gerade oben, kommt schon die erste aussicht ich glaube jetzt bin ich ziemlich oben hier … jetzt habe ich noch 4 kilometer bis nach gaggenau und hier oben ist wieder eine unendliche aussicht jetzt bin ich in bad rotenfels ich bin noch nicht ganz in gaggenau, aber schon an der murg angekommen die ist hier kurz hinter bad rotenfels nochmal ein letzter blick auf bad rotenfels und dann folgen wir der murg flussaufwärts ja und diese obertsroter landstraße, die habe ich heute für mich fast alleine hier ist die straße gesperrt und mit dem fahrrad kommt man durch die kommen hier um die kurve rumgepfiffen … aber runter … ich quäle mich hier rauf … jetzt kommt sogar ein auto … auch nicht schlecht ich habe es gewusst, das ist gar kein fluss … das ist ein wasserfall, deswegen ist es auch so steil hier es geht immer noch rauf da oben liegt sogar noch eine ortschaft aber da brauche ich nicht hin

so, wieder was gelernt heute … die murg ist also nicht so ein harmloses flüsschen die kann auch anders … die kommt hier von ganz oben runter im moment ist nicht viel wasser drin, aber ich denke wenn die voll ist, dann ist auch ganz schön getöse hier ja, so hatte ich mir das nicht vorgestellt … ich dachte das wäre so lockeres flussradeln berghoch … aber es ist doch ein bisschen anders hier und ich habe mal auf das höhenprofil gekibitzt und da steht mir ja noch einiges bevor ein stromproblem werde ich definitiv noch bekommen ich bin jetzt auch zu faul mich zum rathaus hochzuquälen und mich dahin zu setzten und zu warten dass der lädt ich habe ja den einen akku noch … der ist aber noch für 20 – 30 km gut wenn es ein bisschen hochgeht dann komme ich schon mal wieder ein stück … ich muss sowieso jetzt überlegen was ich jetzt mache hier unten gibt es auch immer wieder so stellen in der murg, wo es ein bisschen breiter ist da sind auch schon mal leute , die sich da abkühlen … stellenweise kann man sogar untertauchen aber ich quäle mich jetzt nicht da runter und lasse mein fahrrad hier oben stehen … sowas mache ich nicht ich fahre hier weiter bei 31 grad berghoch … aber mittlerweile geht es … es lässt sich gut treten hier hoch jetzt mal gucken wie lange es so bleibt ab und zu kommt hier mal so eine lustige durchfahrt hah, ist das herrlich boar, das knallt jetzt aber auch 15:40 uhr jetzt so, jetzt habe ich hier im schatten ein kleines päuschen gemacht und habe mich mal gesammelt … wie es jetzt hier weitergeht ich habe da jemanden getroffen … da hinten geht er im hintergrund den habe ich erstmal ausgefragt eigentlich bin ich jetzt KO und müsste jetzt eigentlich eine pension oder irgendwas haben er sagte, das ist hier alles urlaubsgebiet und ziemlich teuer … das verstehe ich auch jetzt gucken wir in die andere richtung wo ich auch gleich fahre da geht gleich irgendwann … ich bin jetzt hier auf 430 m oder was und da geht es jetzt gleich irgendwann rauf auf 820 m glaube ich über den kopf muss ich drüber … wenn ich den geschafft habe, habe ich das gröbste hinter mir das sind etwas über 300 höhenmeter … das macht mir jetzt keine angst … das schaffe ich ich habe nur den einen akku jetzt gleich leer … aber wenn das so steil ist, kann ich das auch schieben notfalls die andere option wäre über freudenstadt zu fahren … wäre aber weiter dann aber freudenstadt liegt auch auf einem berg hat er mir erklärt … also macht das jetzt so viel nicht aus so, ich habe heute nacht ziemlich gut geschlafen … das heißt, ich bin ausgeruht und es ist warm … es wird auch nicht regnen heute und ich gehe jetzt mal die 47 km an

ich schaffe das zwar nicht rechtzeitig zu meinem campingplatz … ich brauche da auch gar nicht vorher anrufen ich mache ganz gemütlich und gucke wie weit ich komme der campingplatz wäre königskanzel in dornstetten da wollte ich hin … da ist mein etappenziel etappe 4 jetzt gehe ich hier vorne über die brücke und dann fahre ich ein stück an der hauptstraße jetzt entlang und dann soll gleich da vorne ein getränkeladen kommen da werde ich mich dann nochmal eindecken … ich werde jetzt genug zu trinken brauchen und wenn ich das habe, dann kann mir auch nichts mehr passieren heute mal gucken ob ich jetzt durch diese barrieren hier komme … da haben sie alles zugebaut hier jetzt habe ich nochmal einen getroffen einen menschen der mitten im leben steht der hat mir jetzt erstmal klipp und klar gesagt was hier sache ist wenn ich jetzt da hochturne, das bringt mir gar nichts da finde ich auch nichts ich fahre jetzt hier an der murg weiter 12 kilometer bis nach baiersbronn und da fahre ich notfalls bis ins touristenbüro und da bekomme ich auch eine pension zu dem preis den ich bereit bin zu zahlen und das mache ich jetzt dann kann ich neue kraft sammeln, neuen strom tanken alles was ich so brauche … ich muss mal wieder ein zimmer haben das sind dann auch einfach so die begegnungen, wo ich insgeheim drauf warte, dass mich echt einer anspricht und fragt ob er mir helfen kann und das war wieder so ein fall … der hat mir wunderbar geholfen der mensch irgendwie so ein 820er der ist auch nichts mehr für mich heute abend um 17 uhr außerdem wenn ich mir das richtig überlege … dann bin ich zwar oben aber ohne strom und ohne alles … ich kriege dann auch nachts keine steckdose und nichts effektive 100 km sind gefahren heute … heute ohne große umwege … meine umwege heute das waren keine 2,5 km das müssten jetzt noch so 4,5 km sein jetzt fangen gerade die glocken an … ich bin beim touristenbüro gewesen und läuft alles gut … ich habe ein zimmer bekommen im oberdorf im hotel hirsch für 51 € und da strampele ich mich hier gerade hoch das kann nicht mehr weit sein … das kann sich nur noch um wenige 100 m handeln aber ist ein schönes örtchen dieses baiersbronn … das kann man nicht anders sagen, wirklich … und da vorne ist auch mein hirsch jetzt will ich erstmal einchecken und dann melde ich mich später nochmal, nachdem ich mich frisch gemacht habe für alle bierkenner 110 km da bin ich auch zufrieden mit … reicht völlig für heute ich mache jetzt vorher eine roomtour, bevor ich mir das hier bequem mache … dann ist das hier nicht mehr vorzeigbar bettchen zimmer ohne balkon … brauche ich auch nicht alles da … dusche … toilette … waschbecken … steckdosen so, ich sage tschüss und winke winke … jetzt genieße ich erstmal den raum hier und die steckdosen … tschüüss … bis morgen

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Flucht nach Europa – Lesbos am Limit

„Gefängnis im Gefängnis” nennen die Flüchtlinge auf Lesbos das Camp Moria Hier sind tausende von ihnen vor dem griechischen Festland gestrandet, leben in einem völlig überfüllten Lager unter unwürdigen Bedingungen Die meisten kommen aus Afghanistan, Syrien und Irak Monate, oft Jahre, warten sie auf Bearbeitung ihres Asylantrags Wer nicht schutzbedürftig genug ist, muss weg Alles schon gesehen? Klar! Berichte wie diesen gab‘s genügend Warum reden wir dann darüber? Weil es nicht aufhört Und weil die, die hier leben, sich von Europa im Stich gelassen fühlen Um’s vorweg zu nehmen: Die meisten Einheimischen sind alles andere als Rassisten Das Klischee werd ich hier nicht bedienen 2015 war das hier der Ort der Berichterstattung über die Flüchtlingsproblematik, über den Flüchtlingsstrom Und Lesbos stand auch für die Solidarität der Menschen gegenüber den Flüchtlingen Jetzt, drei Jahre später, hat sich nicht großartig was verändert Immer noch sind 10.000 Menschen auf der Insel Ich frage mich: Wie kann das sein, dass sich die Zustände nicht verändern? Dass sich keiner mehr dafür interessiert, dass keiner hinguckt Und, vor allem, wie leben die Einwohner der Insel damit? Ich bin auf dem Weg zum Camp Moria, dem Sinnbild für das Versagen europäischer Flüchtlingspolitik an den Außengrenzen. Meine Meinung Die Viertelstunde, die ich mit dem Roller zum Lager fahre, müssen die meisten, die dort leben, zu Fuß zurücklegen Kein Geld für den Bus Die müssen stundenlang unterwegs sein Fast 9.000 Menschen sind in Moria auf einem halben Quadratkilometer untergebracht Für rund 3.000 ist es ausgelegt “Welcome to Prison” steht an der Wand Ins Lager kommt man eigentlich nur mit einer Bescheinigung Ich bin ohne durch den Eingang gehuscht, die Handykamera läuft Lieber nicht nachmachen, dafür hätte ich auch ‘nen Tag in der Zelle sitzen können Außen geschützt wie ein Hochsicherheitstrakt Drinnen ein Labyrinth aus Gängen Zusammengewürfelt aus Containern, zugebaut mit Zelten, die meisten davon provisorisch hingerotzt Eine Toilette für 70 Leute Es ist stickig, laut und bedrückend Weiter hinten stinkt es nach Abwasser, das aus den kaputten Rohren fließt Und hier leben Menschen, Familien mit Kindern Manche sitzen hier seit Jahren fest Irre ist das 100 Meter neben dem Lager haben Ärzte ohne Grenzen ihre Klinik Idoia arbeite seit dem Frühjahr hier Davor war sie fünf Jahre lang im Kongo und Zentralafrika Dort seien die Verhältnisse besser gewesen, sagt sie Hier kämen sie mit der Versorgung vor allem der Kinder und Schutzbedürftigen kaum hinterher 3.000 Kinder leben in Moria Idoia erzählt mir, dass die Menschen, die jetzt ankommen, bis Februar 2019 warten müssen bevor ihr Asylantrag überhaupt bearbeitet wird Dann kann es nochmal Monate bis Jahre dauern bis klar ist, ob sie weiterreisen dürfen Die Spanierin nimmt mich mit zum Seiteneingang des Lagers Auch hier filmen wir unauffällig mit der Handykamera Hier rechts war früher ein Olivenhain Jetzt ist es voll mit notdürftig aufgestellten Zelten Und jeden Tag kommen neue dazu Ganz ehrlich, wie kann das Europa sein?

Aktuell fordern Ärzte ohne Grenzen Kinder und Schutzbedürftige von hier fortzubringen Politiker und NGOs fordern die Schließung Morias Nur knapp zwei Kilometer vom Flüchtlingscamp entfernt liegt das kleine Dorf Moria Auf den ersten Blick ein gemütliches, verschlafenes Nest Ich will von den Bewohnern hier wissen, wie sie mit der Situation umgehen In ihre Felder läuft seit Monaten die stinkende Kloake der Camp-Anlage Erst vor ein paar Tagen hätten Flüchtlinge Schafe eines Bewohners geschlachtet, um sie zu essen, erzählt der junge Mann hier rechts mit dem schwarzen T-Shirt Seine Familie betreibt einen kleinen Supermarkt im Ort Er studiert auf dem griechischen Festland, ist nur im Sommer hier und hilft im Laden der Eltern Jetzt kämen nur noch wenige Flüchtlinge hier einkaufen Mittlerweile haben sie ihre eigenen Läden rings ums Camp Dennoch seien die Dorfbewohner nicht gut auf sie zu sprechen Was nichts mit Ausländerfeindlichkeit zu tun habe, versichert er mir Nur zehn Fahrtminuten weiter südlich liegt die Hauptstadt von Lesbos, Mytilene Ich bin mit dem ehemaligen Bürgermeister verabredet Ende der 80er war er im Amt, heute führt er eine Apotheke Dass die rechten Parteien es gerade einfacher als früher haben Wähler zu erreichen, läge vor allem daran, dass die Menschen verzweifelt sind Erst die Wirtschaftskrise und dann noch die Flüchtlingskrise, das sei einfach zu viel Europa müsse endlich handeln Nur so könne sich die Lage auf der Insel wieder entspannen Dafür, dass sie ihre Grenze abriegelt – um die Zahl der Flüchtlings-Ankünfte in Europa zu minimieren – bekommt die Türkei von der EU sechs Milliarden Euro Sechs Milliarden! Und trotzdem landen jeden Tag neue Boote auf Lesbos Allein in den ersten zwei September-Wochen kamen 1.500 Flüchtlinge an Da die Insel ein sogenannter Hotspot ist, muss jeder bis zur Entscheidung über seinen Asylantrag auf der Insel bleiben Die Fähre hier, die geht nach Griechenland und die bedeutet Freiheit und Hoffnung Die Fähre da hinten, die geht zurück in die Türkei, Abschiebung Mitte September durften eintausend Flüchtlinge aufs Festland weiter Normalerweise sind es wöchentlich nur rund 200 Yahia kam im vergangenen Jahr Ihn und Volonteer Johanna treffe ich bei One Happy Family, einer NGO Sie bieten Flüchtlingen sowohl eine Mahlzeit, als auch einen Job, Freizeitgestaltung oder Sprachkurse Das Konzept: Nicht für, sondern mit den Geflüchteten! Yahias Asylantrag ist bereits abgelehnt

Bewegungsfreiheit ist ein Menschenrecht, für Flüchtlinge ist dieses Recht beschränkt Yahia hat in der Organisation zumindest einen Job gefunden Seit sieben Monaten verkauft er hier Hygieneartikel Die sind in Moria nämlich Mangelware Yahia kommt aus Algerien, Nordafrika In seinem Land herrscht kein Krieg, trotzdem ist er geflohen Immer wieder kommt es zu Terroranschläge und Entführungen in Algerien Deutsche Touristen warnt das Auswärtige Amt vor einer Reise in das Land Aber Algerier sollen mal schön da bleiben 50 Euro monatlich bekommt Yahjia von der NGO Plus die 90 Euro, die jeder Flüchtling hier vom Staat bekommt, um sich zumindest mal ein Busticket oder was zu essen zu kaufen Eigentlich ist der 25-jährige Diplom Informatiker Koch Mahmoud ist eigentlich Arzt Beide sitzen auf Lesbos fest Trotzdem kommen täglich neue Menschen mit Hoffnung auf ein besseres Leben auf der Insel an Die meisten Flüchtlings-Boote, die im Norden landen, haben sie auf dem Wasser entdeckt, die Volonteers der NGO Lighthouse Relief Sie leisten schnelle erste Hilfe und nehmen die Menschen in Empfang Doch bei weitem nicht alle Boote kommen auf Lesbos an Wenn die türkische Küstenwache sie entdeckt, bevor sie in griechischem Gewässer sind, schleppen sie sie zurück in die Türkei Auf einem Boot kommen also bis zu zehnmal so viel Menschen, wie zugelassen Fühlt sich wahnsinnig nah an Als könnte man rüberhüpfen Nur sechs Kilometer liegt die türkische Küste entfernt Dennoch ist die Überfahrt auf den Schlauchbooten lebensgefährlich Sie sind nicht für die offene See gemacht Wenn Farshad oder seine Kollegen ein Boot identifiziert haben, muss es schnell gehen: In fünf Minuten müssen sie am Auto sein, um dorthin zu fahren, wo sie das Boot erwarten Heute scheint es ruhig Farshad und Hernan nehmen mich mit weiter hoch in den Norden Dort wollen sie mir etwas besonderes zeigen

Wir fahren vorbei an Touristenstränden und kleinen Orten Viel los ist nicht Seit 2015 sei der Tourismus hier um bis zu 75 Prozent eingebrochen Einen Tag zuvor hab ich mich in der Hauptstadt umgehört Obwohl Alkis Laden direkt an der Hafenpromenade liegt, als bestes von 60 Restaurants bei TripAdvisor gelistet ist, läuft das Geschäft schleppend Die Touristen seien abgeschreckt von den Bildern und Berichten Seine Nachbarin erzählt, dass Lesbos die schwarze Insel sei Bekannt für seine Flüchtlinge Wer wolle da schon Urlaub machen? Als Alki sein Restaurant vor ein paar Jahren eröffnet hat, war er der einzige, der hallal geschlachtetes Fleisch angeboten hat Die Idee: Er wollte den muslimischen Flüchtlingen die Möglichkeit bieten, Fleisch zu essen, das ihrer Religion entspricht Trotzdem sind die Hotels gerade fast ausgebucht, nur mit Mühe bekommt man einen Mietwagen Der Grund: Mit den Flüchtlingen kamen auch die NGOs und Helfer auf die Insel Sie müssen irgendwo leben, sich fortbewegen, essen, einkaufen Geld, das in die Wirtschaft fließt Plus den monatlich 90 Euro, die jeder Flüchtling bekommt und wieder ausgibt Für die Wirtschaft sind die Flüchtlinge also nicht schlecht Alki helfe das aber wenig Wut habe er nicht auf die Flüchtlinge, sondern auf Europa, auf Deutschland, weil keiner helfe Zurück im Norden der Insel, wo ich mit Alice verabredet bin Sie lebt seit fast drei Jahren auf Lesbos, arbeitet unter anderem für das Mosaik Support Center, um – wie sie es selbst beschreibt – eine Willkommenskultur für Flüchtlinge aufzubauen Integrationsarbeit also Was das Problem ist, das ist halt keine Naturkatastrophe hier, sondern ein politisch gemachtes Gefängnis auf der Insel Lesbos Gewaltausbrüche jeden Tag. Vergewaltigungen Es ist eine richtige Hölle, produziert weil man die Leute eben in so ein Gefängnis steckt Und dann können eben Leute sagen: “Ach, die Flüchtlinge sind ja auch alle irgendwie Barbaren und die sind ja auch alle gewalttätig” Das ist für die Geflüchteten der Horror natürlich, am allerschlimmsten Aber auch für die Leute die immer darüber in den Nachrichten lesen wie scheiße ihre Insel ist Die Wand der Bushaltestelle ist mit Hakenkreuzen beschmiert Ich frage Alice ob auf der Insel ein Rechtsruck merkbar ist Ich würde sagen nein, aber es ist schwierig zu sagen Nazi oder nicht Nazi Allein mein Freund ist auch so: “Ich kann’s nicht mehr hören, ich will nicht mehr, die sollen gehen” Und dann wird’s eben Abwehrhaltung 2015 hat Alice dabei geholfen, Flüchtlinge, die im Norden der Insel ankamen, in dieser alten Käserei für ein paar Stunden zu betreuen, bevor sie nach Moria kamen Es gab einfach keinen Ruhepunkt Im Winter auch, wir haben hier Heizstrahler “Wärmt euch mal kurz auf, lasst uns Kleidung wechseln” Weil natürlich, aus den Booten rauskommen ist immer nass bis hier Hier ist dann eben so ‘ne Kleiderausgabe und meistens sind dann hier so zwei Volonteers, da stehen dann die Familien und sagen: “So ich bräuchte ein T-Shirt oder einen Pullover” und sagen “Ok, welche Größe, ist das ok?” Diese ganz konkrete Schnellhilfe ist immer so ein bisschen deprimierend Wenn man sagt: “Ok, du kannst jetzt einen neuen Pullover anziehen, aber dann sitzt du im Camp fest.” Ich hab nicht mal das Gefühl, dass ich helfen würde Generell hat Alice eher einen kritischen Blick auf einige der bald 100 NGOs, die auf Lesbos helfen wollen Es gibt auch ganz, ganz viele Leute die hier her kommen und sagen: “Was mit Refugees machen, cool.” Und dann wird’s irgendwann: “Wollen die Refugees das auch oder nicht?” Also wir haben angefangen jetzt so Treffen zu machen mit Community Leaders aus dem Hauptcamp

Ist eigentlich das natürlichste von der Welt, dass man die Leute fragt: “Was wollt ihr eigentlich?” Und die sagen halt, dass durchweg 99 Prozent aller NGOs überhaupt keinen fragen, was sie brauchen und wollen, sondern: “Wir machen jetzt unser Programm: Seminar against genderbased violence”. Das sind auch so Töpfe, die ausgegeben werden, das ist manchmal richtig unlogisch, wo viele Gelder ausgegeben werden, die es hier nicht braucht Auch andere NGO-Mitarbeiter, die ich auf Lesbos getroffen habe, stellen ihre Arbeit immer mal wieder in Frage Sie helfen den Menschen zwar auf kurze Sicht, unterstützen damit aber auch das Regierungssystem Diese Abschreckungspolitik, die gefahren wird von der EU, meinst du die schreckt die Menschen, die flüchten wollen, wirklich ab? Viele wissen das dann gar nicht Informationspolitik ist ja ganz unterschiedlich In Afghanistan im Fernsehen läuft glaub’ ich noch kein Werbespot: “Bitte kommt nicht nach Europa.” Zurück zu Farshad im Auto weiter Richtung Norden Wir sind am Ziel angekommen Ich habe das Gefühl auf eine riesen Müllhalde zuzufahren Als ich selbst über die Westen steige, begreife ich die Dimensionen Unter meinen Füßen müssen noch so viel mehr liegen Der Schaumstoff gibt nach, es riecht muffig Jede Weste, ein Mensch Worte von Farshad, die mir in Erinnerung bleiben werden Auf der Rückfahrt frage ich ihn, ob die Schmuggler hier nicht mal erwischt werden Farshad kommt aus Schweden, mit iranischen Wurzeln Hernan aus Spanien Beide konnten sich in ihrem Leben immer frei bewegen Hier haben sie täglich mit Menschen zu tun, die das nicht können Die meisten freiwilligen Helfer auf der Insel haben die Utopie von einem Europa ohne Grenzen Dann käme wohl auch niemand mehr auf dem Seeweg an So sind die Fischer der Insel oft die ersten, die den Flüchtlingen helfen Im Fischerdorf Thermis haben sie viel zu erzählen Es waren siebenundzwanzig Menschen ertrunken Und einer war halb gefressen von den Fischen Wenn die Männer auf See ein Flüchtlingsboot sehen, ist es ihre Pflicht zu helfen Ich bin mit Marily Stroux hier Die Fotojournalistin hat unter anderem einen Webguide für Migranten auf ihrem Weg durch Europa gemacht und begleitet seit Jahren die Initiative “Kein Mensch ist Illegal” Sie ist hier sowas wie die Vermittlerin zwischen Einheimischen und Geflüchteten Wir wollen das nicht, sagt er Wir wollen nicht, dass sowas stattfindet Wir können nächtelang nicht mehr schlafen, da sehen wir Albträume Wie lange kann jemand von hier, ein griechischer Mensch, das aushalten?

Der Fischer ist wütend Er hat den Eindruck, dass die Politiker die Flüchtlinge hier absichtlich festsitzen lassen um die Bewohner in die Verzweiflung zu treiben Sie zwingen uns rassistisch zu werden, ohne dass es einen Grund gibt rassistisch zu werden Das was wir sagen ist: Wo ist Europa?! Diese Menschen haben keine Schuld, sagt er In deren Position könnten wir auch eines Tages kommen Über eine halbe Million Griechen haben übrigens in den letzten Jahren ihr Land verlassen Sie dürfen nach einem besseren Leben woanders suchen Er sagt: “Ich verstehe, dass syrische Flüchtlinge hierherkommen, weil da ist Krieg Aber ich frag mich, die anderen Nationen, die hierherkommen: haben die Krieg? Was ist bei denen los?” Klar, es kommen auch Menschen in deren Ländern kein Krieg herrscht Über deren Recht hier zu sein scheiden sich auf der Insel die Geister Marily hört sich die nächsten Geschichten an Ja Er sagt, dass gestern war wieder ‘ne Bombe in Kabul und 116 Leute sind gestorben und er kommt aus Ghazni, wo es jetzt voll abgeht Und die Fischer sagen, warum kommen die, da ist kein Krieg Weil sie das nicht wissen Um an die Menschen, die auf ihrem Weg nach Lesbos ertrunken sind zu erinnern, hat Marily mit andern Einheimischen ein Denkmal errichtet Schon zum zweiten Mal ist es zerstört worden Eine faschistische Gruppe hat sich dazu bekannt Ein Katz und Maus Spiel Guck mal, hier sind die Gesichter der ersten Menschen, die auf der Liste draufstehen Und das ist schon unglaublich, weil zum Beispiel der kleine Takmani, der lebte in Athen bei seinem Vater, ist nach Syrien zurückgegangen Als der Krieg anfing, konnte das Kind nicht mehr zurückkommen, weil es kein Visa hatte und musste diesen Weg nehmen, ohne Papiere, um in das Land zurückzukommen, wo er lebte, mit seiner Familie Ertrunken Da sterben ununterbrochen Also, es ist einfach Alltag geworden und das ist das Schreckliche Und deswegen interessiert sich auch die Öffentlichkeit weniger Sterben ist Alltag geworden Leben unter diesen Bedingungen auch Genauso wie dauerpräsente Grenzschutzschiffe im Hafen von Lesbos und Einheimische, die gebeutelt sind von Finanz- und Flüchtlingskrise auf ihrer Insel Ihre Solidarität haben die meisten Bewohner behalten: Faschisten raus aus allen Vierteln, steht hier groß auf der Wand Stoppt die Abschiebung auf einer anderen In Deutschland kacken wir uns zu, wenn irgendwie 100 Flüchtlinge mehr kommen Hier kommen jeden Tag gerade 100 Also in der Woche 700 Menschen mehr Und trotzdem sind die Einheimischen irgendwie halbwegs cool damit Also natürlich ist das ein Problem für ihren Tourismus, die sind selbst traumatisiert und trotzdem sagt jeder: “Du kannst es nicht zu Lasten der Flüchtlinge legen, sondern nur zu Lasten der Politik.” Und ich glaube davon könnten wir uns in Deutschland ‘ne Scheibe abschneiden Ein bisschen weniger Hass, ein bisschen weniger Angst, bisschen mehr Solidarität und ein bisschen mehr auf’s große Ganze gucken Es ist jetzt schon wieder einen Monat her, dass ich auf Lesbos war Die Situation hat sich aber nicht verbessert, ganz im Gegenteil Deswegen die Frage an euch: Wie würdet ihr das alles lösen? Was für eine europäische Grenzpolitik würdet ihr euch wünschen? Grenzen auf für alle oder Flüchtlinge sollen dort bleiben wo sie sind? Schreibt’s mir gerne in die Kommentare! Ich gehe dann nächste Woche darauf ein im Q&A und das findet ihr auf unserem Zweitkanal!

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L'Europa va rasa a zero – Valerio Malvezzi

Non ho portato nemmeno oggi delle slide perché il mestiere di chi si occupa di economia è fare vedere dei grafici a barre, a torte, a linee, possibilmente conditi da equazioni, se sono incomprensibili molto meglio perché così indossa i paludamenti – come dire – di rito e quindi si eleva sopra il popolo al fine ultimo di non farlo capire e mantenere il potere Ora, io non ho portato quindi dei grafici e delle slide Temo, Guido, che non riuscirò a spiegare il significato di economia umanistica in 15 minuti perché non è probabilmente possibile E mi chiedevo, visto che non sono molto diligente e non ho preparato l’intervento di oggi, ieri un pochettino ci avevo pensato in treno Questa mattina sono andato all’Università internazionale della pace dell’ONU e mi hanno confermato di avermi dato un incarico per parlare di economia umanistica E al tavolo c’erano tre uomini Mi guardo intorno e vedo solo uomini che parlano di economia Mi chiedevo: «Di che cosa devo parlare oggi? Non lo so» Casualmente, prima di entrare in questa sala, diverse donne mi hanno fermato per chiedermi: «Che cos’è questa tua idea di economia umanistica?» e parlavo con un’amica appena conosciuta poco fa – di nome Barbara – e le ho fatto un discorso un po’ strano, le detto: «Sai, il più grande complimento che uno mi può fare è se mi dice che sono una persona ottusa», già, lei dice: «Come mai?» Beh! Perché nel mio mondo, quando si vuole fare un complimento qualcuno, si dice una “persona acuta” Allora, io non so chi ha delle nozioni rudimentali di geometria, ma di solito l’angolo acuto è più piccolo dell’angolo ottuso, no? Ecco voi ridete e anche le donne ridono, ma nel mio mondo – che è il mondo della finanza, io parlo tutti i giorni con banchieri ecc… ecc.. – donne non ce ne sono Cioè, angoli ottusi non ne trovate: trovate soltanto degli angoli acuti perché? Perché l’angolo acuto è penetrante Allora, o noi parliamo di logica oppure parliamo di strumenti; o noi parliamo di obiettivi del mondo che vogliamo o parliamo di tecnicalità Ma voi pensate veramente che il mondo finanziario, quello che io appena conosco non abbia le risorse intellettuali, non parliamo di quelle monetarie, ma anche quelle intellettuali per reagire a qualsivoglia azione tecnica volta a ritornare in possesso di ciò che ci ha spiegato prima Fabio? Io francamente sono un po’ cinico su questo punto e allora, quando ho visto questi… questi rametti – insomma – su questo tavolo, ho pensato istintivamente di spiegare qual è la mia idea di economia umanistica L’economia umanistica è femminile, cioè è quel modo di ragionare dell’economia che certamente io non posso molto bene spiegare, per ragioni che penso siano a voi evidenti, ma nello stesso tempo ritengo che ciascuno di noi, se soltanto andiamo a riprendere il mito della mela di Platone (si vede che non ho preparato un discorso perché sto saltando di palo in frasca, me ne rendo anche conto e ho anche poche idee, ma confuse), però Platone diceva che noi siamo esseri, o meglio veniamo da esseri univoci che poi sono stati tagliati in due L’uomo e la donna, insomma, sono due parti della stessa cosa e addirittura sarebbe interessante (ma qui bisogna parlare di fisica quantistica e di altre cose che esulano dagli scopi di questo incontro) forse riflettere che ciascuno di noi è sia uomo sia donna Di certo l’economia, quantomeno degli ultimi 40 anni, da quando più o meno verso la metà degli anni ’70 è stato creato quello che io chiamo un “cambiamento pianificato e deliberato di sistema economico” che niente ha a che vedere con la parola crisi (di nuovo crisi in greco significa, di fatto, anche opportunità), io non vedo un’opportunità in ciò che sta succedendo, ma invece un piano di occupazione finanziario Allora io non posso – ve lo dico da tecnico – pensare che sia possibile discutere con una tigre negoziando, dialogando, convincendola di migliorare un pochettino le cose Le tigri si domano con la forza e la forza è quella del potere democratico, ma per poterlo avere bisogna che siamo consapevoli di che cosa dobbiamo discutere Allora io non voglio discutere facendovi vedere con le slide se è meglio il collegamento forzoso

alla giapponese, se è meglio l’asta del debito pubblico competitiva marginale: non vi annoio, l’avete capito, con questioni tecniche Non vi faccio vedere come si è spostato il debito pubblico negli ultimi trent’anni, ma voglio usare questo tempo, poi se sforerò di qualche minuto perdonami, tanto devo andare a prendere un treno quindi non vi tedio molto, quindi non starò qui a disturbarvi ulteriormente, ma ci tengo veramente ad utilizzare questo tempo che mi avete concesso per dire: dobbiamo essere un po più donne quando parliamo di economia Perché? Perché tutto il modello neoliberista – vedete – è un modello penetrante, è un modello acuto, è un modello maschile, è un modello di attacco sistematico al più debole, è un modello che non ha niente a che vedere con quei princìpi socialisti Di fatto, quei princìpi socialisti, sono stati scritti per essere disattesi Perché? Perché se tu non ti doti degli strumenti giusti, tu puoi stabilire dei bei princìpi, ma poi non li realizzi Per esempio, nel mio manifesto che ho letto ieri e che adesso non vorrei più – magari – rileggere, ma c’è un punto: cioè, io dico: “Lo Stato”, nel mio “Manifesto per l’Economia Umanistica”, “Indipendentemente dagli accordi internazionali ai quali intende aderire, non può abdicare all’esercizio politico e indipendente sia della politica fiscale, sia della politica monetaria” Tradotto in termini semplici: se tu stabilisci che ci sia una banca centrale indipendente da te significa che ogni volta che devi fare spesa pubblica ti devi inginocchiare ad un altare che si chiama teoricamente “libero mercato”, ma che di libero ha soltanto chi è da quella parte perché gli altri sono in schiavitù Questo è il primo punto Il secondo punto è che se tu togli anche la leva fiscale (noi l’abbiamo fatta col Fiscal Compact, col pareggio di bilancio) incidentalmente tutto quello che è stato fatto… io non sono un giurista, posso dire che ho il sospetto, però che tutto ciò che è stato fatto negli ultimi dieci anni è incostituzionale Punto Ma lo dico avendo letto quei quattro libri di diritto, insomma Mi stupisco che nessuno si accorga di questa cosa qua perché la nostra Costituzione non lo tollererebbe, Guido E vi aggiungo una cosa: io più volte ho denunciato – nell’arco degli ultimi mesi – alcune cose incredibili che in un Paese normale non dovrebbero essere riprese solo da Byoblu – che ringrazio – e dal mio amico Claudio Messora, ma dovrebbero andare sul servizio televisivo pubblico, sulla RAI Ve ne dico una, una tra le tante Io mi occupo di banche… non vi annoio con gli MPLS, gli stress test, questi termini tecnici, però c’è una cosa: tutti avranno sentito parlare del cosiddetto “bail-in”, delle fusioni delle banche e via discorrendo In teoria dovrebbe essere stata, perlomeno noi tecnici pensavamo che fosse la Banca Centrale Europea a fare queste verifiche e a decidere quali banche dovessero essere comprate e quali dovessero essere vendute sulla base di parametri oggettivi, lasciamo perdere: tutte stronzate incidentalmente Quando sentite parlare di patrimonialità sapete già che è un cetriolo gigante che gira: ve lo dico subito Perché quel ragionamento lì ci porta ieri a svendere 3 miliardi del patrimonio italiano Qua si capisce che non è un discorso costruito – no? – sto saltando di palo in frasca, ma come faccio a spiegarvi l’economia umanistica in 15 minuti se non dandovi solo degli spunti di riflessione? Nessuno si preoccupa del fatto che stiamo buttando via 3 miliardi di “argenteria” pubblica? Ma come possiamo pensare che si risolva tutto con la patrimonialità? Quando tu vendi l’argenteria è perché non hai più un reddito Allora le cose molto semplici da capire sono che bisogna creare un’economia per l’uomo e un’economia per l’uomo dev’essere incentrata su alcuni princìpi Vi dico solo i titoli, poi vado verso le conclusioni perché veramente non so, non so come cercare di convincervi, non voglio convincere: voglio farvi riflettere I miei otto punti sono semplici 1) La finanza è subordinata alle esigenze dell’economia reale È difficile da capire? No, ma o discutiamo di queste cose a livello politico internazionale, oppure cosa andiamo in Europa a fare? A rinegoziare? Ma negoziare che cosa? Ma l’Europa non c’è, tanto per cominciare, c’è come Continente – voglio dire -, ma l’Unione Europea non esiste Quindi che cosa dobbiamo rinegoziare? I trattati? Ma tutta quella roba lì è una merda! Va rasa a zero! Va rasa a zero! Io non negozio nulla di quella roba: quella roba lì è quella che ha consentito di accumulare il capitale a meno dell’1% della popolazione mondiale! “Io ridiscuto”? Io non ridiscuto niente! Io vado, distruggo,

“Ceterum censo Carthago delendam esse”, raso a zero e dopo ricostruisco sulle basi di una moralità diversa Punto numero 1, quindi basta economia finanziaria, voglio… io lo dico sempre, poi dicono che sono volgare, ma sono di origini contadine e dico che «Preferisco avere più merda di vacca nei campi piuttosto che pezzi di merda nei mercati finanziari»: questo è in una parola… questo è in una parola… te la devo ripetere? Te la ripeto, se me la ricordo – eh? -, perché Vi ringrazio, ma te la ridico perché ne sono orgoglioso Hanno detto che sono una persona, come dire va beh! Lasciamo perdere gli aggettivi Io dico: «Ci vogliono più merde di vacca nei campi, piuttosto che tanti pezzi di merda nei mercati finanziari» Poi la potete leggere in modo diverso ritenendo No, perché vi lascio il dubbio interpretativo Il pezzo di merda potrebbe essere il derivato – e quindi il prodotto finanziario -, oppure all’altra chiave di lettura Ve la lascio, ve la lascio Ma perché vi dico questo? Signori ci scherziamo, ma io ogni giorno sento persone che lavorano a 300 Euro al mese Io ogni giorno ho… io questa mattina giravo per Roma, che è la capitale d’Italia, mi sono vergognato perché ho visto un uomo che avrà avuto 75 anni – era una persona anche abbastanza distinta – che stava rovistando in un cassetto della spazzatura (se voi siete giornalisti) per andare a prendere i giornali da leggere Cioè, non c’è più l’Euro – o cosa costa – per comprare un giornale, no? Quindi questa è l’economia che abbiamo creato col mito della finanza, quelli della mia generazione 2) La moneta deve tornare a essere pubblica È difficile da capire? Io ieri vi ho raccontato la storia di mia nonna che diceva: «Le banche danno sempre soldi a chi non ne ha bisogno» Noi abbiamo creato un modello in cui ciò che ha bisogno per antonomasia – che è lo Stato – si deve inginocchiare da un privato per avere ciò che serve ad altri privati Ma se lo racconto al mio nipotino di 6 anni non è che ci voglia una laurea di economia: ma è ovvio che è una cosa da cambiare! La moneta deve essere pubblica, non può essere privata! 3) Gli stati non possono abdicare al compito di un regnante, cioè delegare la politica fiscale e monetaria 4) Il sistema finanziario internazionale deve essere diviso tra banche che finanziano le famiglie e le imprese e banche che giocano in borsa Decidetevi: punto! Voi potete giocare in borsa, ma quando andate a dar via il culo non venite a chiedere i miei soldi! Questo è un principio… sono volgare, ma si capisce se parlo così l’economia o no? Perché sennò facciamo gli articoli che la gente non capisce 5) Ciascun Paese è libero di adottare le politiche di cambio che vuole Questo è un po’ più difficile tecnicamente da spiegare, ma se tu prendi un Paese come l’Italia e da un’altra parte ci sono Kohl e Mitterand che fanno un accordo per distruggere il mio sistema industriale, fanno una cosa molto semplice: mi mettono un sistema a cambi fissi e io non posso più vendere le macchine della FIAT, tanto è vero che siamo dovuti andare in America Cioè, non è che è difficile capire che cosa hanno fatto! Quindi la politica di cambi fissi è chiaro che crea dei morti e invece quelli che si arricchiscono 6) I Paesi liberi del mondo fanno delle normative per contrastare le multinazionali Ma chi è che governa oggi? Di Maio, Salvini, Trump, Putin? Ma no! Oggi il potere è fatto da multinazionali Allora, o noi pensiamo… cosa pensiamo di fare: i partiti politici? Noi dobbiamo fare un dibattito non più sugli aspetti tecnici dell’economia, ma un dibattito a quel livello là, alto, su queste questioni Se noi non interveniamo a discutere con la gente, ma voi volete che siano le multinazionali che vi governano o volete votare voi? Perché noi accidentalmente votiamo, ma a cosa serve? A prescindere dal voto che diamo, eh? 7) Gli obiettivi della politica economica non sono più – come dire – misurati da quelli che io chiamo gli “indicatori freddi” Il più stupido di tutti, cioè abbiamo inventato delle cose che veramente mio nipotino di 6 anni riderebbe: il deficit/PIL, il debito/PIL Tutte troiate, puttanate! Se le sono inventate nei Ministeri per dare delle risposte statistiche che non avevano nessun fondamento né scientifico, né pratico e noi siamo 40 anni che stiamo facendo sì che le persone, per delle cose dette da un ragazzotto alle prime armi senza fondamento, in quarant’anni nessuno le ha discusse? E noi abbiamo gente che va sulla sanità privata perché altrimenti deve aspettare un anno per farsi operare, abbiamo l’anziano che va a cercare nei cassonetti, abbiamo ragazzi che fuggono, cioè vi devo raccontare la realtà? No, la conoscete anche voi E allora quali indicatori?

Gli indicatori sono caldi 1. La natalità di un Paese, il sostegno alle politiche della famiglia, alla qualità della vita Cioè, gli indicatori… esistono queste cose, cioè non è che non si possano pensare indicatori per sostituire il pareggio di bilancio Ma l’obiettivo qual è della vita? Queste sono le discussioni filosofiche! Noi dobbiamo mettere l’economia qua! Oggi l’economia è qua: qua c’è la finanza Bisogna fare un discorso, ma non da politici, da statisti: ci vuole uno che vada là, rade a zero va, fa, rade e sparisce dalla vita per sempre come succedeva nelle grandi tradizioni di Giubileo del debito Il debito non è più pagabile, benissimo: si tira una riga Avete distrutto intere generazioni perché avete preso i frutti degli interessi e avete tolto i frutti dalle pance delle mamme È questo quello che è successo, ve lo posso dimostrare con i grafici, ma credeteci: esiste una correlazione lineare diretta (l’indice di correlazione va tra meno 1 e più 1, io l’ho misurato: è quasi 1), la correlazione tra l’aumento degli interessi pagati alle banche private speculative e l’infertilità delle donne La ripeto: dal 1981, quando noi abbiamo deciso che non c’è più quel mondo che è stato descritto prima, ma che noi dobbiamo indebitarci su un sistema privato la natalità è crollata! Può essere un caso, ma io credo di più a questa correlazione che non alle spiegazioni sociologiche che mi dicono che le donne non vogliono più fare figli Ma no! Le donne vogliono fare figli oggi come li volevano fare un milione di anni fa: è cambiato il mondo, è cambiata la condizione economica perché per avere un figlio devi avere la possibilità di avere un reddito, di potere – voglio dire – lavare un culetto e dargli da mangiare e nutrirlo e comprare medicine Io la vedo così, lo dico da uomo, ma quanti trattano l’economia con questa visione e non invece la visione del debito pubblico, dello spread, di tutte ‘ste cazzate? 8) Non si può stabilire dei princìpi se non c’è una sanzione Per me la sanzione è la creazione di un Tribunale internazionale per i crimini di natura finanziaria Non è possibile che ci siano imprenditori che si suicidano, persone che muoiono di fame e altri che hanno tutta la ricchezza del pianeta nelle mani Io chiudo lasciandovi queste brevi considerazioni a questo convegno dicendovi quindi perché la mimosa mi ha fatto venire in mente questa cosa? Perché il mondo dell’economia è un mondo grettamente maschilista, il mondo della finanza ancora di più Allora noi dobbiamo parlare di filosofia, non di economia Lo dico da economista nel senso che l’economia deve essere qua, la finanza deve essere qua (cioè al servizio di questa roba qua), sopra ci vuole la politica, possibilmente con una visione da statista e non da “Quanto facciamo di voto fra tre mesi?”, perché altrimenti di che stiamo parlando? E sopra ci vuole quella roba che ha governato l’economia per qualche millennio, che si chiamava “filosofia morale” Tutti i più grandi economisti erano filosofi morali Allora, o noi ritorniamo a parlare delle grandi questioni, del mondo che vogliamo, dei grandi ideali Io trovo una ragazza di vent’anni, sono andato una volta in un collegio universitario a Pavia, ho fatto un discorso, arriva alla fine questa ragazza di vent’anni che studiava sociologia mi dice: «Ma lei è un sognatore» A me è gelato il sangue nelle vene! Cioè, se io che ho cinquant’anni e mi occupo di finanza vengo definito un “sognatore” da una ragazza di venti che dovrebbe – insomma – avere il mondo nelle mani, veramente abbiamo perso il senso della logica e di tutte le cose Allora bisogna sognare un po’ di più perché un grande pensatore diceva che «Sono le immagini del mondo, create per mezzo delle idee, a spingere avanti nei secoli l’agire umano» E un altro grande pensatore… perché io parlo di economia umanistica? Perché serve questa visione, che è la visione dell’ampiezza, del capire che l’economia va vista dalla musica fino alla filosofia, passando per la fisica quantistica e non solo per il tecnicismo di questa misera materia che si chiama economia, che alla fine è gestire i conti di una casa Dipende dalla visione della casa che hai, dipende dal tuo pensiero, dipende dai grandi ideali parlare di queste cose, non dello strumento tecnico del quale non vi voglio tediare Quindi parlo di economia umanistica perché noi com’è che siamo usciti dal Medioevo, di fatto? C’è stato qualcuno che ha pensato in modo diverso Prima una signora mi ha intervistato e le ho detto: «Per me il capitalismo verrà dimenticato come un incidente della storia,

quando una nuova forma di economia sostituirà questo mito del capitale, del mercato, questo tributo pagano del sacrificio di esseri umani sull’altare di cose assurde che si chiamano “spread”, “debito” e via discorrendo» Ecco, quello sarà un momento radioso: quando capiremo che esiste la possibilità di fare un’economia per l’uomo non per il prodotto, perché altrimenti il prodotto diventa l’uomo! Questo è quello che sta succedendo, cioè la mercificazione dell’essere umano Allora, come si è usciti dal Medioevo e si è entrati nel Rinascimento? (E chiudo, Guido) C’è stato un signore – che non mi risulta fosse un anglosassone – che scrive un passo che, secondo me è uno dei più belli della storia dell’umanità, dice: «Non ti ho fatto né celeste, né terreno, né mortale, né immortale affinché tu quasi» – e notate il quasi – «Quasi sovrano e libero ti plasmassi e ti formassi nella forma che tu avresti scelto», perché? Perché noi possiamo discutere delle cose inferiori, che sono quelle più grette come l’economia, o elevarci a quelle superiori, che sono divine Ecco, questo – che è il “Discorso sulla dignità dell’uomo” – è una cosa scritta da un italiano (si chiamava Pico della Mirandola) nel 1486 e poi dopo è successo tutto quello che avete conosciuto comprese le banche e tutto il resto Questo è quello che io volevo lasciare a questo convegno Allora l’economia umanistica è quella visione lì: è una visione ampia, non è una visione stretta, penetrante del mercato È una visione per l’economia dell’uomo, ma per capirla – lo dico agli uomini – paradossalmente dobbiamo attingere a quella parte di noi che abbiamo dimenticato e che è la parte della donna

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Vida de Música 33 | BRUXELAS BE | TURNÊ EUROPA

Este é o Bebê Bebê Mix Fala Galera! E amanhã Nós?! Vamos pra Bru- Bru Axelas? E A E A I don’t num sei Eu num sei omi BURtchxelas Bur Você pode falar Com a gente? Un poquito de linguagem técnica necessária para trabalhar em Mesas de som Wattsom! Ok baitola! Calma omi Descubra música

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